Pressemitteilung:
09. März 2004
Manfred Degen: Das NRW-Schulmodell ist besser als alle Unions-Modelle
"Ministerpräsident Peer Steinbrück und Schulministerin Ute Schäfer haben CDU-Oppositionsführer Rüttgers wieder einmal auf dem falschen Fuß erwischt", kommentiert der schulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Manfred Degen. Im Zusammenhang mit der Einführung des Abiturs nach zwölf Schuljahren spreche Rüttgers von einer "Billiglösung" und behaupte, es gebe weniger Unterrichtszeit. "Herr Rüttgers weiß nicht, wovon er redet, das ist peinlich", stellte Degen fest. Das Gegenteil dessen, was Rüttgers sage, sei richtig.
Der CDU-Oppositionsführer habe überhaupt nicht zur Kenntnis genommen, dass mit der Einführung des Abiturs nach zwölf Schuljahren zusätzlicher Unterricht in der Sekundarstufe I organisiert werde. Das gelte für alle Schulen in der Sekundarstufe I, also für die Hauptschulen, für die Realschulen, für die Gesamtschulen und auch für die Gymnasien. Das sei auch die Voraussetzung für eine zeitlich verkürzte Oberstufe. Fakt sei weiterhin, so Degen, dass die Schulen die für den zusätzlichen Unterricht benötigten Lehrerstellen auch bekämen. Für mehr als 75 Prozent der Schülerinnen und Schüler bedeute das eine deutliche Ausweitung von Unterricht und Fördermöglichkeiten. "Das ist ein Qualitätssprung und keinesfalls eine Billiglösung, wie Herr Rüttgers behauptet", unterstreicht Manfred Degen. Der zusätzliche Unterricht für alle Schulformen der Sekundarstufe I sei der markante Unterschied zwischen dem NRW-Modell und allen Unions-Modellen für einen schnelleren Weg zum Abitur.
"Dieses NRW-Qualitätsmerkmal ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass der Oppositionsführer eine neue Nebelkerze zündet", vermutet Degen. Das sei ihm erneut gründlich misslungen. Wer etwas kritisiere, müsse zumindest wissen, worüber er rede. "Insofern: Eine glatte Sechs, setzen Herr Rüttgers", wertete der SPD-Sprecher.