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Pressemitteilung:

05. Mai 2004

Brigitte Speth: Schulaufsicht soll weniger Aufsichtskompetenz und mehr Beratungskompetenz für die Schulen erhalten

"Mit der Weiterentwicklung der selbstständigen Schule wollen wir gleichzeitig die Schulaufsicht reformieren und aus Aufsichtskompetenz mehr Beratungskompetenz machen", begründete die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Brigitte Speth einen entsprechenden Beschluss der SPD-Landtagsfraktion. In dem Maße, wie die Schulen selbstständig werden, soll ihnen ein bedarfsgerechtes Unterstützungssystem an die Seite gestellt werden. "Wir wollen die Schulen in ein auf sie zugeschnittenes Beratungs- und Serviceangebot einbetten", erklärte Speth.

Schulaufsicht solle ein Instrument werden, das der Schule helfe, einen hohen Qualitätsstandard zu sichern. Zentrale Aufsichtsfunktionen wolle die SPD-Fraktion auf zwei Ebenen, nämlich auf das Ministerium und die Bezirksregierungen reduzieren. Die Bezirksregierung gebe Kompetenzen ab. Denn auf der Ebene der Kreise und Städte sollten dann mit den vorhandenen Mitteln staatliche und kommunale Aufgaben zusammengefasst werden. Hier werde eine ortsnahe, direkte, pädagogisch wirksame Unterstützung der Schulen organisiert. "Diese Serviceeinheiten werden eine hohe Kompetenz haben", betonte Speth.

Als zentrales neues Instrument würden außerdem Schulinspektionen eingeführt. Die von den Schulinspektionen untersuchten Qualitätsbereiche umfassten die Ergebnisse schulischer Arbeit und den Umgang der Schule damit, die pädagogische und didaktische Qualität des Unterrichts, das Schulmanagement und die Schulkultur sowie die Rahmenbedingungen der einzelnen Schule. Die Schulinspektionen fassen ihre Ergebnisse in Bildungsberichten zusammen. "Diese sollen der Schulkonferenz zeigen, wo die Schule Schwächen ausgleichen und Stärken profilieren kann", sagte Speth. Somit seien die Schulinspektionen Instrument zur landesweiten Sicherung von Qualitätsstandards. Sie werde schulformübergreifend organisiert, sei der Schulaufsicht angegliedert und arbeite weisungsfrei.

Zugleich rege die SPD-Fraktion an, eine Qualitätsagentur einzurichten. Ihre Aufgaben sind die Entwicklung von Qualitätsstandards und Lernstandserhebungen sowie die Vorbereitung angehender Schulleiterinnen und Schulleitern, um sie auf ihre künftige Arbeit in der Selbstständigen Schule vorzubereiten, so Brigitte Speth.
Dokumente:
Beschluss der SPD-Fraktion: Stärkung der Selbstständigen Schule und Reform der Schulaufsicht

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