Pressemitteilung:
08. Juni 2004
Michael Scheffler: Hilfen für Menschen mit Demenzerkrankung bedarfsgerecht ausbauen
„Wir bestärken die nordrhein-westfälische Landesregierung ausdrücklich, die Hilfen für Menschen mit Demenzerkrankungen bedarfsgerecht auszubauen“, erklärte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Michael Scheffler. Dabei stünde vor allem der Aus- und Aufbau der ambulanten Versorgungsstrukturen im Mittelpunkt. Innovative Konzepte des Betreuten Wohnens sollten auf der Grundlage des in NRW entwickelten Prüfsiegels weiter entwickelt werden. „Wir wollen älteren Menschen den Weg zur ambulanten Rehabilitation aus der häuslichen Situation heraus erleichtern“, sagte Scheffler. Notwendig sei dabei eine größere Unterstützung der pflegenden Angehörigen von Demenzerkrankten, der ehrenamtlich Tätigen und der Selbsthilfegruppen. Dies solle durch den Aufbau regionaler Service- und Unterstützungszentren erreicht werden, kündigte Scheffler an.
In Deutschland leiden zur Zeit circa 1,2 Millionen Menschen an Demenzerkrankungen. Scheffler berichtete, dass Prognosen befürchten ließen, dass sich innerhalb von 50 Jahren die Zahl derer, die an mittelschweren und schweren Demenzen erkrankten, noch verdoppeln würde. „Daher müssen wir in den nächsten Jahren die uns zur Verfügung stehenden Mittel aus der Wohnungsbauförderung hier verstärkt einsetzen“, forderte Scheffler. Sie sollten auf eine Weiterentwicklung der Wohnformen für Pflegebedürftige insgesamt zielen wie auch die Modernisierung vorhandener Pflegeeinrichtungen modellhaft fördern.