Pressemitteilung:
17. Juni 2004
Jürgen Jentsch: Förderprogramm für Rettungscontainer zur Erstversorgung bei Grossschadensereignissen
Die Beschaffung von Rettungscontainern für die Erstversorgung von Verletzten bei Großschadensereignissen forderte der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jürgen Jentsch, heute in Düsseldorf. "Das Förderprogramm ist Teil eines Ausbaus des Bevölkerungsschutzes in Nordrhein-Westfalen", erläuterte Jentsch nach einer Fachtagung mit Vertretern der Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Ministerien und der Kommunen. Die Container könnten beispielsweise mobil bei der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft 2006 und ein Jahr zuvor beim Weltjugendtag eingesetzt werden. "Weitere Verwendungsmöglichkeiten mit einem Massenanfall von Verletzten sind etwa größere Eisenbahnunglücke. Deshalb sollte für einen optimalen Bevölkerungsschutz auch über eine stationäre Einrichtung in der Fläche, etwa an den Hochgeschwindigkeitsstrecken der Bahn, nachgedacht werden", sagte Jentsch.
Der innenpolitische Sprecher forderte außerdem eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren und Hilfsorganisationen. Dazu gehöre der Aufbau eines Informationssystems Gefahrenabwehr, damit alle Beteiligten über einen einheitlichen Informationsstand verfügen. Jentsch: "Es kann nicht sein, dass eine Gemeinde über dringend benötigtes Spezialgerät verfügt, die Nachbargemeinde dies aber nicht anfordern kann, nur weil sie darüber keine Informationen besitzt". Den ersten Schritt in die richtige Richtung zu einer koordinierten Zusammenarbeit sei das Land durch die Bildung einer eigenen Abteilung Gefahrenabwehr im Innenministerium gegangen. Die Zusammenarbeit müsse verstärkt und ausgebaut werden.
Die SPD-Landtagsfraktion hat den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen aufgefordert, in der kommenden Sitzung des Innenausschusses am 24. Juni über den Ausbau des Bevölkerungsschutzes in Nordrhein-Westfalen zu berichten. "Wir erhoffen uns davon weitere Impulse einer besseren Kooperation der vorhandenen Hilfspotenziale zwischen Bund und Ländern", äußerte Jentsch.