Pressemitteilung:
30. Juni 2004
Frank Baranowski: Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW strukturell weiterentwickeln
"Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW soll strukturell weiterentwickelt werden, um den gestiegenen Anforderungen des öffentlichen Dienstes vor allem im Hinblick auf die Entwicklung der Verwaltungen im europäischen Vergleich gerecht zu werden." Mit diesen Worten kündigte Frank Baranowski, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, eine Angleichung der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung an die Entwicklung der allgemeinen Fachhochschulen an.
Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung werde behutsam aus ihrem bisherigen "Schattendasein" als Nachwuchsakademie des Innenministeriums herausgeführt und den Standards der übrigen Fachhochschulen angeglichen, ohne allerdings in den Wissenschaftsbereich überführt zu werden. "Nicht nur die Qualität der Ausbildung und das Qualitätsmanagement sollen verbessert werden, um nationalen und internationalen Standards zu entsprechen, sondern es sollen auch neue Studiengänge im Einvernehmen mit dem Wissenschaftsministerium, insbesondere für nichtbeamtete Studierende, angeboten werden", erläuterte Baranowski.
Anwendungsbezogene Forschungs- und Entwicklungsprojekte sollen Beiträge zur Modernisierung der Verwaltung leisten. Wichtigster Bestandteil sei die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen, letztere in der Regel in Kooperation mit einer Universität möglichst aus Nordrhein-Westfalen. Baranowski: "Da nach der Einführung der zweigeteilten Laufbahn alle Polizeibeamten des Landes an der dreijährigen Ausbildung der Polizeianwärter an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung teilnehmen, ermöglicht die Integration von Verwaltungs- und Polizeiausbildung die Öffnung der Polizei zur Gesellschaft schon während der Ausbildung. Wir werden unmittelbar nach der Sommerpause einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der FHöV im Düsseldorfer Landtag einbringen."