Pressemitteilung:
14. September 2004
Gerd Wirth: Das Fahrrad als Verkehrsmittel weiter stärken
„Wir werden das Fahrrad als Verkehrsmittel in Nordhein-Westfalen weiter stärken und unsere im bundesweiten Vergleich herausragende Spitzenstellung weiter ausbauen“, erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Gerd Wirth. Damit NRW weiterhin das Fahrradland Nummer 1 bleibe, habe die SPD-Landtagsfraktion heute einen entsprechenden Antrag beschlossen. Darin werde die Landesregierung aufgefordert, alle Aktivitäten zugunsten der Radverkehrsförderung fortzusetzen und ressortübergreifend zu bündeln. Die Bedeutung des Radverkehrs und vor allem der Umstieg vom PKW auf das Fahrrad im Nahbereich solle durch geeignete Maßnahmen den Bürgerinnen und Bürgern in unserem Lande verstärkt bekannt gemacht werden. „Die Potentiale des Radverkehrs sind aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft“, stellte Wirth fest. Die Tourismusbranche könne im Zusammenspiel mit den Städten und Gemeinden, dem Land und der Fahrradindustrie noch erhebliches Wachstum generieren. Zu begrüßen sei die Aktion der Deutschen Bahn AG, die in Köln, der größten nordrhein-westfälischen Stadt, mit den so genannten "Call a bike"- Fahrrädern eine einfache und umweltverträgliche Mobilitätsgelegenheit anbiete. „Wir hoffen, dass dieses gute Beispiel in weiteren nordrhein-westfälischen Städten Schule macht und zusätzlich die Deutsche Bahn AG auch im Hochgeschwindigkeitsschienenverkehr eine Fahrradmitnahme zukünftig ermöglichen wird“, forderte Wirth.
Vor dem Hintergrund der in dieser Woche beginnenden Internationalen Radverkehrsmesse IFMA in Köln und dem Radverkehrskongress 2004 hat die SPD-Fraktion die Aktivitäten der nordrhein-westfälischen Landesregierung zum Radverkehr, vor allem das Radverkehrsnetz NRW und den Radroutenplaner im Internet, erörtert. Wirth stellte fest, dass das Radverkehrsnetz in NRW schon heute über 13.800 Streckenkilometer ausweise. NRW besitze über 70.000 einheitliche Wegweiser, den einzigen Radroutenplaner im Internet und 51 von bundesweit 68 Fahrradstationen. Darüber hinaus seien neben den fahrradfreundlichen Änderungen in der Straßenverkehrsordnung und den erfolgreichen Bemühungen zur Reduzierung von Radverkehrsunfällen in den letzten Jahren auch zweistellige Zuwachsraten beim Fahrradtourismus zu verzeichnen. Abschließend betonte Wirth, dass das Fahrradfahren vor allem gesundheitsförderlich, umwelt- und stadtverträglich sei.