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Pressemitteilung:

23. September 2004

Hans Frey: Rüttgers Ruf nach alter Rechtschreibreform ist ein verspäteter Kniefall vor dem Populismus

"Rüttgers Ruf nach der alten Rechtschreibung ist ein verspäteter Kniefall vor dem Populismus", erklärte der SPD-Landtagsabgeordnete Hans Frey, anlässlich der heutigen Plenardebatte zur Rechtschreibreform. In der Aussage des Oppositionsführers, die CDU werde ‚nach einem Wahlsieg bei der Landtagswahl im Mai 2005 dafür sorgen, dass man zu den bewährten Regeln zurückkehrt’, seien de facto zwei falsche Annahmen verborgen, sagte Frey. Weder werde Rüttgers Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, noch könne das Land festlegen, welche Rechtschreibung in den anderen 15 Ländern, in Lichtenstein, in der Schweiz und in Österreich gelte. „Hier gilt das Einstimmigkeitsprinzip“, stellte Frey klar.

Frey erinnerte daran, dass bereits Reichskanzler Bismarck im Jahre 1880 seine Behörden angewiesen habe, eine alte Rechtschreibung zu benutzen, obwohl in den Schulen bereits eine damals neue Rechtschreibung gelehrt wurde. „Der Versuch ist natürlich kläglich gescheitert. Die neue Rechtschreibung setzte sich letztendlich durch“, stellte Frey fest. Rüttgers blende diese Lehre aus der Geschichte aber vollkommen aus. „ Rüttgers betreibt im Kern eine Fortsetzung der Bismarkchen Politik mit anderen Mitteln“, sagte Frey abschließend.

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