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Pressemitteilung:

05. Oktober 2004

Edgar Moron: Energieintensive Industrie braucht Planungssicherheit bei Energieversorgung und Stromlieferverträgen

Die SPD-Landtagsfraktion unterstützt die Pläne der Bundesregierung für ein Energiewirtschaftsgesetz. Das erklärte Fraktionsvorsitzender Edgar Moron in der heutigen Fraktionssitzung, an der auch der für Energiefragen zuständige Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Georg-Wilhelm Adamowitsch teilnahm. Adamowitsch berichtete über die geplante staatliche Regulierung der Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze und hob hervor, dass transparente und faire Netznutzungsbedingungen Voraussetzung für einen wirksamen Wettbewerb auf den Energiemärkten sei.

SPD-Fraktionsvorsitzender Edgar Moron appellierte an die großen Stromkonzerne im Land, ihrer Verantwortung für den Industriestandort Nordrhein-Westfalen weiterhin gerecht zu werden. Er verwies auf gravierende Sorgen energieintensiver Unternehmen im Aluminium-, Papier oder Glasbereich wegen steigender Energiepreise. "Diesen Unternehmen fehlt aber vor allem Planungssicherheit, weil Stromlieferverträge überwiegend nur noch mit kurzen Laufzeiten zustande kommen", stellte Moron fest. Dabei müssten auch die Stromversorger ein Interesse daran haben, ihre Kunden langfristig an den Industriestandort Nordrhein-Westfalen zu binden.

"Wenn die Stromkosten zu einem unkalkulierbaren Risikofaktor werden, wandert energieintensive Industrie ab", befürchtete der SPD-Fraktionsvorsitzende. Damit gingen dem Land Arbeitsplätze und Wertschöpfung, der Stromindustrie Großkunden verloren. Vor diesem Hintergrund seien alle Verantwortlichen aufgerufen dafür zu sorgen, dass die Entwicklung nicht aus dem Ruder laufe. "Nordrhein-Westfalen ist ein Industrieland und soll es bleiben", unterstrich Edgar Moron. Deshalb müsse dafür gesorgt werden, dass auch in Zukunft eine langfristig sichere, kostengünstige und umweltverträgliche Stromversorgung in Nordrhein-Westfalen gewährleistet sei. Regenerative Energien seien in diesem Portfolie der Energieträger genauso wichtig wie heimische Stein- und Braunkohle.


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