Pressemitteilung:
07. März 2005
Gerda Kieninger: Berufliche Situation von Frauen hat sich verbessert, muss aber noch besser werden
"Für die Mehrheit der Frauen sind die Ausübung eines Berufs und die eigene Existenzsicherung heute selbstverständlicher Bestandteil ihrer Lebensplanung", erklärte
Gerda Kieninger, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, anlässlich des morgigen Internationalen Frauentages. "Ziel sozialdemokratischer Frauenpolitik in Nordrhein-Westfalen ist und bleibt es, dass Frauen ihre Erwerbswünsche tatsächlich realisieren und dabei ihre Qualifikationen und Kompetenzen einbringen können." Die Zahlen belegten, dass die Aktionsprogramme in NRW erfolgreich seien, stellte Kieninger fest. Die Beteiligung der Frauen am Erwerbsleben sei zwischen 1998 und 2002 um neun Prozent gestiegen, ihr Anteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg in diesem Zeitraum um 6,4 Prozent an. "Dies liegt angesichts des demographischen und wirtschaftlichen Strukturwandels auch im Interesse der Wirtschaft", sagte Kieninger. So seien im Rahmen des Gründungsnetzwerkes "Go!" mit dem Unternehmerinnentag und dem Mentoringprojekt TWIN wichtige Instrumente zur Erschließung des weiblichen Gründungspotenzials entwickelt worden.
Trotz aller Anstrengungen des Landes sei aber das Ziel eines geschlechtergerechten Zugangs zu Berufen, zu beruflichem Aufstieg und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch nicht erreicht. Kieninger: "Wir wollen das vorhandene Instrumentarium der beruflichen Frauenförderung sichern, weiterentwickeln und im Rahmen der Arbeitsmarktreformen der besonderen Situation von Frauen - vor allem als Berufsrückkehrerinnen nach Zeiten der Kindererziehung - gerecht werden." Die SPD-Landtagsfraktion werde ihre Aktivitäten verstärken, um junge Frauen in Berufe mit Zukunft zu führen und den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. "Die berufliche Situation von Frauen hat sich verbessert, sie muss aber noch besser werden", forderte Kieninger. Daher arbeite ihre Fraktion auch mit Hochdruck an der Ausweitung der Offenen Ganztagsschule auf die Schulklassen 5 bis 7. Die Offene Ganztagsschule sei ein wesentlicher Schlüssel, um Familie und Beruf erfolgreich vereinbaren zu können, sagte Kieninger.