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Pressemitteilung:

03. November 2005

Ute Schäfer: PISA-E ist eine Aufforderung, den eingeschlagenen Weg der Qualitätsentwicklung weiterzugehen

"Die Ergebnisse für Nordrhein-Westfalen sind bedauerlich und können nicht zufrieden stellen", erklärte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, zu den Ergebnissen der PISA-E Studie.
Zu der heutigen Pressekonferenz von Schulministerin Barbara Sommer stellte Schäfer fest: "Der vorgestellte 10-Punkte-Plan muss schnellstens von der Ministerin konkretisiert werden, um ihn beurteilen zu können. Eines kann man aber heute schon feststellen: PISA-E hat aufgezeigt, dass es keine Denkverbote geben darf, wie es CDU und FDP tun, indem sie feststellen, dass das gegliederte Schulsystem uneingeschränkt geeignet ist, eine begabtengerechte Förderung sicherzustellen. Denn: So gut die bayerischen Ergebnisse auch sind, so schlecht stehen die Chancen für Kinder aus bildungsfernen Schichten. Auch wenn wir in NRW insgesamt besser werden müssen, ist eines unstrittig: Trotz eines deutlichen höheren Migrantenanteils erreichen erheblich mehr Schülerinnen und Schülerinnen aus bildungsfernen Schichten das Abitur als etwa in Bayern oder Baden-Württemberg." Für die sozialdemokratische Bildungspolitikerin ist deshalb die Konsequenz klar: "Es kann nicht alleine darum gehen, bessere PISA-Noten zu bekommen. Gleichzeitig muss die Chancengerechtigkeit für alle verbessert werden."
Deshalb müsse die frühzeitige individuelle Förderung weiter ausgebaut werden. Dies ist deshalb notwendig, da NRW im Ländervergleich mit knapp 30 Prozent einen sehr hohen Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund hat. Dementsprechend fordert Schäfer unter anderem die weitere Stärkung des Bildungsauftrags des Kindergartens, mehr Sprachförderung, die Beibehaltung der neuen Schuleingangsphase, die Fortsetzung jährlicher Lernstandserhebungen und Ganztagsangebote an allen weiterführenden Schulen.
Nordrhein-Westfalen müsse, so Schäfer, den von der alten Landesregierung eingeschlagenen Weg weiter beschreiten, der die individuelle Förderung in den Mittelpunkt rückt, die Qualität des Unterrichts weiter stärkt und die Selbstständigkeit der Schulen vorantreibt. Ute Schäfer: "Schon nach der ersten PISA-Studie haben wir in Nordrhein-Westfalen eine schulpolitische Qualitätsoffensive gestartet, die langfristig ihre Wirkungen nicht verfehlen wird. Natürlich bin ich nicht damit zufrieden, dass sich noch keine deutlichen Verbesserungen eingestellt haben, aber in der Schulpolitik braucht man Geduld und Kontinuität."

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