Wer Äpfel mit Birnen vergleicht, kommt zum falschen Ergebnis

Wer Äpfel mit Birnen vergleicht, kommt zum falschen Ergebnis
Um ihr Konsolidierungskonzept für den Haushalt zu begründen, hat die Verwaltung dem Rat jetzt Listen vorgelegt, die Frechen mit anderen Städten vergleichen sollen. Ein wenig überzeugender Versuch, wie die Sozialdemokraten bereits auf den ersten Blick erkennen mussten. Fraktionssprecherin Brigitte D’moch-Schweren: „Hier werden eindeutig Äpfel mit Birnen verglichen. Und das ist natürlich absoluter Quatsch!“
Wie unsinnig die Vorlage der Verwaltung ist, zeigen einige eindrucksvolle Beispiele: Während in Frechen das Verwaltungsarchiv mit 199.950 Mark jährlich zu Buche schlägt steht bei allen andern Vergleichsstädten an dieser Stelle eine „Null“. Als hätten Brühl, Hürth oder Herzogenrath kein Verwaltungsarchiv. Das ist natürlich Blödsinn. Tatsache ist: Die Kosten hierfür sind in anderen Haushaltsstellen aufgeführt.
Ein zweites Beispiel: Die Frechener Bäder verursachen einen jährlichen Zuschussbedarf von knapp 1,9 Millionen Mark. In Brühl sind das 0 Mark“. Hat Brühl etwa keine öffentliche Badeanstalt? Wieder Blödsinn! Wahr ist: Das Brühler Karlsbad wird von der städtischen Gesellschaft geführt, die Zuschüsse werden deshalb nicht in dieser Haushaltsstelle geführt.
Fazit: „Die von der Verwaltung vorgelegte Vergleichsliste hilft uns bei der dringend notwendigen Konsolidierung des Haushaltes keinen Schritt weiter“, erklärt Brigitte D’moch-Schweren. Nach allem, was Bürgermeister Meier und die CDU in dieser schwierigen Lage vorgelegt haben, sieht es nicht so aus, als hätten sie die Sache im Griff, fürchten die Sozialdemokraten.