Pläne der Verwaltung schaden dem Frechener Einzelhandel

Pläne der Verwaltung schaden dem Frechener Einzelhandel
In der vergangenen Woche hat die Verwaltung ihre Pläne für die Entwicklung des neuen Wohngebietes zwischen Üsdorfer- und Krankenhausstraße vorgelegt. Pläne, die aus Sicht der Frechener SPD deutliche Schwächen zeigen. „Wer, wie die Verwaltung ausgerechnet an diesem Standort die Ansiedlung von gleich zwei großen Supermärkten vorschlägt, muss sich die Frage gefallen lassen, ob er denn die Frechener Innenstadt mit aller Macht ‚trocken legen‘ will“, erklärt die SPD-Fraktionsvorsitzende Brigitte D’moch-Schweren. Der Standort – von zwei wichtigen Verkehrsadern eingerahmt – sei von strategisch entscheidender Bedeutung, meinen die Sozialdemokraten. „Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung bis ins EKZ nach Weiden. Das kann einfach nicht verträglich für den Einzelhandel in unserer Stadt sein“, sagt D’moch-Schweren. Und wenn die Verwaltung erklärt, man werde eine Sortimentsbeschränkung vornehmen, dann ist das Augenwischerei. Die Realität ist anders. Supermarkt-Ketten wie Aldi und Lidl werden ihr Sortiment in einzelnen Filialen nicht nur deshalb ändern, weil es der Frechener Bürgermeister vorschlägt. Zwar müsse mit dem Entstehen neuer Wohngebiete auch über die Nahversorgung der dort lebenden Menschen nachgedacht werden. Alle Überlegungen müssten aber auch, so die SPD-Fraktionsvorsitzende, die Entwicklungschancen der Frechener Innenstadt einbeziehen: „Wir haben deshalb eine Überarbeitung der Planungen beantragt, die im Interesse des Frechener Einzelhandels genau das berücksichtigen soll“.