Verkehrszählung: Verwaltung legt zweifelhafte Zahlen vor

Falsche politische Entscheidungen, getroffen auf der Basis völlig veralterter Zahlen, deren Halbwertzeit abgelaufen war, noch bevor sie zu Papier gebracht worden waren. Einmal mehr demonstriert die Frechener CDU eindrucksvoll, wie sie mit unseren Bürgerinnen und Bürgern umspringt. Zur Sache: Schon im Oktober 1999 hatten die Bürger beantragt, im Bereich Franz-Hennes-Straße/Sternengasse zumindest einen Zebrastreifen anzulegen. Nachdem dieser Bürgerantrag über zwei Jahre lang in den Schubladen der Verwaltung schlummerte, brachte die SPD diesen Vorschlag noch einmal auf die Tagesordnung. Vizebürgermeister Hans Günter Eilenberger: „Wir haben uns die Sache vor Ort ganz genau angesehen. Der Kreuzungsbereich liegt in einer Kurve, ist schlecht beleuchtet und die von den Fußgängern zu überquerende Strecke ist sehr lang. Deshalb haben wir vorgeschlagen, nicht nur einen Zebrastreifen aufzumalen sondern eine Fußgängerampel zu installieren.“ Diesen Antrag hat die CDU jetzt im Verkehrsausschuss mit ihrer Mehrheit abgelehnt. Dabei beruft sich die Mehrheitsfraktion auf Zählungen der Verwaltung, die aus dem Oktober 1999 stammen. In ihrer Vorlage gibt die Verwaltung selbst zu, dass diese Zahlen nur wenig aussagekräftig sind, weil nämlich Fußgängerzählungen nach einer offiziellen Empfehlung für Verkehrserhebungen nicht in der dunklen Jahreszeit gemacht werden sollen. Fußgänger- und Radfahrerverkehr nimmt in Herbst und Winter erfahrungsgemäß ab. „Und genau hier liegt natürlich das Problem“, sagt der SPD-Stadtverordnete Eilenberger: „Gerade im Frühjahr und im Sommer nutzen viele Kinder und Jugendliche genau diese Strecke, um zum Spielplatz an der Synagoge zu gelangen. Zahlen aus dem Oktober 1999 helfen uns also keinen Schritt weiter.
Wer, wie die CDU, diese Zahlen zur Grundlage ihrer Entscheidung macht, geht leichtfertig mit der ihm vom Bürger übertragenen Verantwortung um.“ Die SPD, so Eilenberger abschließend, bleibe bei ihrer Meinung: „An dieser Kreuzung muss für Sicherheit vor allen Dingen unserer Kinder dringend eine Fußgängerampel installiert werden.“