Verwaltung zynisch gegenüber Arbeitslosen

Als „zynisch gegenüber von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen“ bezeichnen die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Brigitte D’moch-Schweren und Vorsitzender Ferdi Huck öffentliche Äußerungen von Wolfgang Wolter-Bergmann. In einem in der vergangenen Woche veröffentlichten Zeitungsbericht wird der Mitarbeiter des Jugendamtes zitiert: „Putzkräfte und Honorarkräfte, die kurzfristig Verträge bekommen haben und dann einen Tag vor Weihnachten beim Bürgermeister auf die Tränendrüse drücken, werden nicht übernommen.“ Wolter-Bergmann hatte diese Äußerung gemacht in Bezug auf die ehemaligen MitarbeiterInnen im Juka und im Habbelrather Jugendzentrum. D’moch-Schweren und Huck: „Wir sind empört über diese Aussagen eines städtischen Mitarbeiters und zweifeln nicht nur deshalb dessen persönliche Kompetenz als Ansprechpartner für Frechener Kinder und Jugendliche an.“ Schon Tage vorher hatte Wolter-Bergmann mit einer e-Mail für große Verärgerung gesorgt, die – so die SPD-Fraktion – auch „Rathaus extern“ verschickt worden war. Zitat aus der e-Mail von Wolfgang Wolter-Bergmann: „…und damit da nicht wieder politisch was interpretiert werden kann, bzw. daraus gebastelt wird…folgendes im Detail…“. Die SPD-Fraktion verwahre sich gegen dieses Handeln, sagt deren Vorsitzender Huck: „Wir erwarten, dass wir als gewählte Vertreterinnen und Vertreter dieser Stadt ernst genommen werden und verbitten uns derartige Unterstellungen durch einen Mitarbeiter der Verwaltung.“ In einem Schreiben an den Bürgermeister fordert die SPD-Fraktion Konsequenzen. Das Verhalten müsse mindestens gerügt werden, und: „Tragen Sie Sorge dafür, dass wir künftig von solchen Unterstellungen verschont bleiben“, schreibt Ferdi Huck an die Adresse des Bürgermeisters.