Fachleute plädieren für Jugendzentrum an der Kapfenberger Straße

Keine Frage: Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses sind nach wie vor mehrheitlich bereit, sachorientierte Entscheidungen zu treffen. Darunter fällt auch die jüngste wichtige Entscheidung, den Standort „Kapfenberger Straße“ nun doch nicht für die Jugendarbeit aufzugeben. Mit Mehrheit sind die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses dem Antrag der SPD-Fraktion gefolgt, die Jugendarbeit nicht im städtischen Jugendzentrum „DELUXE“ (Kuckental) zu konzentrieren, sondern vielmehr im Jugendzentrum an der Kapfenberger Straße. Alfred Thiel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Mitglied des Ausschusses: „Für uns ist ganz entscheidend, dass wir dem deutlich artikulierten Bürgerwillen Rechnung tragen.“ Fachleute hatten bereits vor Monaten davor gewarnt, das Jugendzentrum an der Kapfenberger Straße zu schließen. Nun werde, so Thiel weiter, die von Verwaltung und Ratsmehrheit Ende letzten Jahres „durchgeboxte“ Entscheidung zu Gunsten der fachlich wesentlich besseren Lösung korrigiert.
Das Votum des Jugendhilfesausschusses ist zunächst einmal für die Verwaltung verbindlich. Einer Umsetzung steht also nichts mehr im Wege. Es sei denn, der Rat reißt das Thema an sich, um erneut eine von Fachleuten nach bestem Wissen und Gewissen getroffene Entscheidung rückgängig zu machen. Ferdi Huck, Vorsitzender der SPD-Fraktion: „Wir mussten das ja in der Vergangenheit leider immer wieder erleben. Ich hoffe, Bürgermeister Meier und seine CDU-Fraktion werden diesmal die sachlichen Argumente respektieren und nicht wieder nur aus reinem politischen Kalkül heraus anders entscheiden.“