Betrieb von Sportanlagen „Vereine brauchen Aussagen, keine Tendenzen

„Am 8. April hat uns der Bürgermeister im Rat mit seiner Haushaltskonsolidierungsliste unter anderem vorgeschlagen, 90.000 € bei Bereitstellung und Betrieb der Sportanlagen einzusparen und jetzt heißt es in einer Vorlage desselben Bürgermeisters für den heutigen Sportausschuss, dass keine Einsparungen möglich sind“, wundert sich Ferdi Huck und fragt sich, ob denn im Rathaus die Rechte nicht weiß, was die Linke macht.
Die 90.000 € sollten durch Energiesparmaßnahmen und in erster Linie durch Umlegung von Strom, Gas und Wasser auf die Nutzer eingespart werden. Da der Bürgermeister im Gespräch mit dem Stadtsportverband erfahren hat, dass die Vereinsarbeit, damit in „ehrenamtlich-personeller und finanzieller Sicht erheblich erschwert“ würde, „zeichnet sich“ jetzt in der Vorlage „eine eindeutige Tendenz dahingehend ab“, den Vereinen weiterhin eine kostenfreie Nutzung zu ermöglichen.
Für Huck ist das zu wenig, „mit Tendenzen können Vereine nicht planen. Sie brauchen eindeutige und konkrete Aussagen“ und verweist hierzu auf entsprechende Forderungen im SPD-Antrag „Ja zum Frechener Sport“.
Im Ausschuss wird die SPD beantragen, weitere Einsparmöglichkeiten beim Betrieb der Sportanlagen auf technische Verbesserungen zu beschränken.
Leitantrag „Ja zum Sport in Frechen“
Was wir wollen:
1.Sport in Frechen dauerhaft sicherstellen (z.B. engere Verknüpfung von Sportplanung und Stadtentwicklung)
2.Vereinen eine verbindliche Planung- und Handlungssicherheit geben (z.B.
durch verbindliche Aussagen über die Kostenfreiheit der Sportanlagen).
3.Anstöße geben und Rückhalt für neue Ideen und Initiativen (z.B. Einbeziehung und Kooperation mit kommerziellen Anbietern).
4.Praktizierte, aber nicht festgeschriebene Regelungen verbindlich vereinbaren (z.B. Mitwirkung des Stadtsportverbandes im Sportausschuss).
5.Den Sport in „gesellschaftliche Pflicht“ nehmen (z.B. verstärkte Zusammenarbeit mit Schulen – bis hin zur Mitwirkung in der an Bedeutung zunehmenden Ganztagsbetreuung von Schülern).
Was wir nicht wollen:
Eine wissenschaftliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für eine „dezidiert empirisch ausgerichtete „Sportentwicklungsplanung mit „Aktivenquote, Präferenzfaktor, Zuordnungfaktor und Auslastungsfaktor“.
Uns reicht eine frechengemäße Sportstättenbedarfsplanung nach dem Beispiel des Freizeitstättenbedarfsplans für die offene Kinder- und Jugendarbeit. Dieser Plan ist vom Jugendamt in Zusammenarbeit mit den Trägern erarbeitet worden und so was müsste auch in Teilschritten aus der Sportverwaltung in Zusammenarbeit mit Stadtsportverband und Vereinen möglich sein, zeigt sich Huck von den umfangreichen, aber am Antrag vorbeigehenden, Ausführungen der Verwaltungsvorlage überrascht.