Innenstadt: Planung und Prüfung sind zum Stillstand gekommen

Stellvertretender Bürgermeister
Vizebürgermeister Hans Günter Eilenberger

Vizebürgermeister Hans Günter Eilenberger (SPD) sorgt sich um die Entwicklung der Frechener Innenstadt. „Der derzeitige Zustand ist unbefriedigend und dem Image der Einkaufsstadt Frechen nicht gerade zuträglich“, sagt Eilenberger. Insofern habe auch die Mehrheitsfraktion mit ihrer Analyse nicht Unrecht, ergänzt der Sozialdemokrat. Nun müsse aber auch die Frage erlaubt sein: „Wie lange können wir uns diesen Stillstand noch leisten?“ Eilenberger kritisiert in diesem Zusammenhang die Verwaltung, die sich nach eigenen Auskünften nicht in der Lage sieht, einen dringend erforderlichen Rahmenplan für die Innenstadt zu entwickeln. Und das mit der eigentümlichen Begründung, es stünden noch Entscheidungen eines Eigentümers aus, der ein Großkaufhaus betreibt. Eilenberger: „Bei aller Einsicht um gemeinsame Lösungen muss die Stadt für sich Entscheidungen treffen.“ Eine ganze Reihe von Fragen wollen beantwortet werden: Was passiert mit dem Parkhaus? „Für mich keine Frage. Wir brauchen ein Parkhaus an dieser Stelle, aber die Sanierung verträgt keinen Aufschub mehr“, gibt der Vizebürgermeister gleich die Antwort. Endlich entschieden werden sollte aber auch die Frage nach der Zukunft des Stadtsaales. Einen Antrag der SPD-Fraktion im Mai dieses Jahres hat der Stadtentwicklungsausschuss wohlwollend zur Kenntnis genommen. „Nur“, so Eilenberger, „passiert ist bis heute nichts.“ Jedenfalls liegen für das im Besitz der städtischen SEG befindliche „Nalbach-Gelände“ keinerlei Pläne auf dem Tisch, die beraten werden könnten. Und auch die Entwicklung der Fußgängerzone gerade in Verbindung mit Parkhaus, Stadtsaal und „Nalbach-Gelände“ müsse dringend vorangetrieben werden. „Ich fordere Sie auf, sehr geehrter Herr Bürgermeister Meier, den Stillstand bei der Prüfung und Planung zu überwinden und eine schlüssige Rahmenplanung im zuständigen Ausschuss auf den Tisch zu legen,“ schreibt Hans Günter Eilenberger in einem Brief an den Verwaltungschef.