Verkehrliche Entlastung von Hürth – Gleuel auf Kosten von Bachem?

Wie jetzt bekannt wurde, werden zur Zeit Varianten für die Umgehung Hürth – Gleuel untersucht. Eine Möglichkeit wäre eine neue Autobahnanschlussstelle an der Bonnstraße / Frechener Straße (L183) zwischen Gleuel und Sielsdorf, 3 km von der schon bestehenden Abfahrt Gleuel entfernt. Eine weitere Variante, so ein Gutachten der Stadt Hürth, wäre eine zusätzliche Straße die parallel zur A1 von der Anschlussstelle Gleuel bis zur Frechener Straße, dort wo die weitere Auf- und Abfahrt geplant ist, verlaufen soll. Diese neue Straße würde auf Frechener Gebiet in Bachem verlaufen. Und hier ist Schluss mit Lustig! Darum hat die SPD-Fraktion eine Dringlichkeitsanfrage an den am 18.12. tagenden Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauleitplanung gestellt, damit hier der Sach- und Verfahrensstand dargestellt wird. SPD-Fraktionsvorsitzender Ferdi Huck: „Wir lassen uns nicht bevormunden und werden gegebenenfalls das gute Nachbarschaftsverhältnis strapazieren müssen“. Natürlich ist jeder Betroffene froh, wenn er seine Verkehrsprobleme gelöst bekommt. Aber wenn es zu Lasten seines Nachbarn geht, hört der Spaß auf. Die Verantwortlichen im Kreishaus, im Hürther- und Frechener Rathaus oder beim Landesbetrieb Straßenbau müssen sich die Frage gefallen lassen, ob sie weiter puppenlustig über die Köpfe der betroffenen Anlieger in Bachem hinweg planen wollen. Schon einmal hatte die SPD, gegen die Stimmen der CDU, im Fachausschuss des Frechener Rates, es abgelehnt hierzu weitere Planungen vorzunehmen. Vizebürgermeister Hans Günter Eilenberger: „Wir werden nicht kampflos zusehen, wie hier weitere Belastungen den Bachemer Bürgern aufgebürdet werden“.