JuKa-Kinder wurden betrogen

Fraktionsvorsitzende
Brigitte D'moch-Schweren

Vor fast genau einem Jahr beantragte die SPD ein halbjähriges Moratorium zur Klärung der Verwaltungsvorbehalte gegen den Jugendheim Habbelrath e. V.. Die CDU-FDP-Mehrheit lehnte diesen Antrag ab, da sie glaubte, ausreichend informiert zu sein. In der letzten Ratssitzung wies SPD-Ratsfrau Brigitte D’moch-Schweren auf die bisherige Bilanz hin:
-fast 4000 BürgerInnnen protestierten per Unterschrift gegen die Ratsentscheidung
-sämtliche Vorwürfe gegen den Habbelrath e. V. erwiesen sich als haltlos
-die Sonderprüfung des Deluxe zog sich ein Jahr hin, die ernüchternden Ergebnisse für das Jahr 2002 liegen erst heute vor.
Die Ergebnisse:
Die förderungsfähigen Kosten der städtischen Einrichtung sind um mehr als 50% (44.000,00 €) höher als beim JuKa und als bei anderen Jugendzentren. Im Jahr 2002 wurden – entgegen der Vorgaben des Bürgermeisters – keine Einsparungen bei den kirchlichen Trägern vorgenommen. Wir erinnern, die Kündigung aller Jugendzentrumsverträge wurde mit der Sparnotwendigkeit für das Haushaltsjahr 2002 begründet. Tatsächlich wurden die rechtswirksam zum 31.12.2001 gekündigten Verträge der kirchlichen Einrichtungen zu leicht verbesserten Konditionen im Frühsommer 2002 (Laufzeit fünf Jahre) verlängert. Die Verträge des Habbelrath e. V. wurden unter den bekannten skandalösen Umständen aufgelöst.

Brigitte D’moch-Schweren: „Auf Grundlage der heute vorliegenden Informationen müssen wir davon ausgehen, dass die Schliessung des JuKa zum Nachteil der Kinder, Eltern und des Trägers vorsätzlich herbeigeführt wurde“.“Eine sachliche Notwendigkeit für die Massnahmen gegen die Kinder und den Verein hat nie bestanden, die finanziellen Gründe waren vorgeschoben. Somit wurden die JuKa-Kinder um ihre Kinder- und Jugendeinrichtung im Frechener Süden betrogen.“
Heute ist klar, dass die 2001 beschlossenen Einsparungen bei allen Trägern und die Reduzierung der Deluxe-Kosten auf den Standard der anderen Jugendhäuser, den Betrieb des JuKa weiterhin gesichert hätten. Die 120.000,00 € Rückflüsse aus den Vorjahren sind dabei noch nicht berücksichtigt. Abschliessend meinte D’moch-Schweren: „Die SPD-Fraktion denkt, Frechen muss sich den Titel „Kinderfreundliche Stadt“ erst wieder verdienen“