SPD-Fraktion fordert „Frechener Bündnis für Familien“

Brigitte D´moch-Schweren
Brigitte D’moch-Schweren

Die Arbeitsbedingungen für Frauen mit Kindern verbessern, die Kinderbetreuung familiengerecht organisieren, Familienväter nicht schlechter stellen, als ungebundene Singles, Wege für Frauen finden, nach der „Kinderpause“ wieder in den Beruf einzusteigen, die Arbeitszeit Alleinerziehender flexibel gestalten, das Wohnumfeld familienfreundlicher herrichte, einige Bespiele für familienfreundliche Politik. Die SPD-Fraktion hat sich dem angenommen und will eine umfassende Verbesserung der Lebensbedingungen für Familien in Frechen erreichen. In einem Antrag zur nächsten Sitzung des Rates fordert sie als ersten Schritt, ein „Frechener Bündnis für Familien“ einzurichten. Ziel des Bündnisses soll die Weiterentwicklung der Familienpolitik in Frechen unter Einbeziehung vieler Akteure aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft sein. Familienfreundlichkeit ist eine facettenreiche und anspruchsvolle Querschnittaufgabe, die viele Bereiche betrifft und daher die Integration unterschiedlicher Akteure fordert, so Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat Ferdi Huck. Die SPD-Fraktion wolle vorhandene Konzepte und Ideen in Frechen bündeln und nutzbar machen.“ Die Familienfreundlichkeit der Städte und Gemeinden entscheidet zunehmend über die Gesamtentwicklung der Kommune. Insbesondere will die SPD-Fraktion zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf kommunale und private Modelle entwickeln und erproben lassen“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Brigitte D’moch-Schweren.
Brigitte D’moch-Schweren sieht hier den größten „Handlungsbedarf:“ Deutschland hat im europäischen Vergleich die höchste Kinderlosenquote, insbesondere bei gut qualifizierten Frauen. Eine gute Balance von Familie und Arbeitswelt schafft gemeinsame Zeit für Familien und macht die Entscheidung für Kinder leichter, so D’moch-Schweren.
Die SPD-Fraktion setzt bei ihrem Vorstoß auch auf die Erfahrungen anderer Städte. Im Dezember letzten Jahres ist vom Bundesministerium für Familie die bundesweite Initiative „Lokale Bündnisse für Familien“ ins Leben gerufen worden. Zur Unterstützung lokaler Bündnisse hat das Ministerium ein Servicebüro eingerichtet, dass erfolgreiche Ideen sammelt und sortiert, sie mit Vorhaben aus anderen Kommunen kombiniert und neu hinzukommenden Städten entsprechende Ratgeber zur Verfügung gestellt. Dies will die SPD-Fraktion nutzen und die Verwaltung beauftragen, sich an der Initiative zu beteiligen. Gefördert wird die Initiative vom Europäischen Sozialfonds, über den auch einzelne Projekte finanziell gefördert werden können