„Gemeinsam sozialen Mehrwert erzielen“

Buendnis für Familien
Brigitte D‘moch-Schweren,Ferdi Huck und Anja Obermann Servicebüro "Lokale Bündnisse für Familien"

„Neben dem Projekt an der Burgschule müsste es eine zusätzliche Ganztagsbetreuung in der Stadt geben“, sagt SPD-Bürgermeisterkandidat Ferdi Huck. „Das könnte man mit einem Bündnis für Familie erreichen.“ Er stellt sich vor, dass möglichst viele Vereine, die Kirchen, bestehende soziale Institutionen und auch städtische Einrichtungen miteinander kooperieren. Das Problem der Kinderbetreuung könnte so angegangen werden. „Es müssen sich nur alle an einen Tisch setzen, und gemeinsam Konzepte ausarbeiten“, so Huck.
Die Idee, ein „Lokales Bündnis für Familie“ in Frechen ins Leben zu rufen, hatte die SPD-Fraktion bereits im April. Am 21. April hatten die Politiker im Rat den Antrag mit dem Titel „Frechener Bündnis für Familien“ gestellt. Am 8. Juni wurde dieser einstimmig beschlossen. Jetzt will die SPD ein Konzept entwickeln, wie ein solches Bündnis angegangen und auch realisiert werden kann.
Der erste Schritt wurde am Mittwoch, 14. Juli, im Foyer der Frechener VHS getan. Die SPD-Fraktion hatte unter Leitung von Brigitte D‘moch-Schweren und Ferdi Huck die Mitarbeiterin des Servicebüros „Lokale Bündnisse für Familie“ Anja Obermann eingeladen. Mit ihrem Fachvortrag wollten sich die Politiker und ihre Gäste aus Wirtschaft, sozialen Einrichtungen und Institutionen näher über die Initiative des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend informieren.
„Ein lokales Bündnis für Familie ist Familienförderung vor Ort“, erklärte Anja Obermann. „Engagierte Menschen in Kommunen schließen sich zusammen, um Diskussionsforen zu bilden. Ein lokales Bündnis kann ein lockerer Gesprächskreis sein, eine feste Arbeitsgruppe oder auch ein eingetragener Verein. Eine Ideenschmiede, an der sich Teilnehmer aus örtlichen Unternehmen, der Wirtschaft, Kirche, Elternvertretungen etc. beteiligen.“
Familienfreundliche Maßnahmen, die beispielsweise den Straßenverkehr betreffen, bessere Einkaufsmöglichkeiten bieten sollen, die die Öffnungszeiten der Ämter für Alleinerziehende verbessern und so weiter könnten in Gruppen ausgearbeitet und konkretisiert werden. In allen Fragen stünde das Servicebüro den Bündnis-Gründern mit Rat und Tat zur Seite.
In vielen Kommunen Deutschlands sind bereits solche „Bündnisse für Familie“ gegründet worden, die auch schon eine bessere Lebenssituation für Familien in ihrer Stadt erreichen konnten.
„Ein solches Bündnis muss es auch in Frechen geben“, sind sich Brigitte D‘moch-Schweren und Ferdi Huck einig. „Wenn sich viele Menschen aus verschiedenen Bereichen an einen Tisch setzen und sich Gedanken über die wichtigste Institution unserer Gesellschaft, der Familie, machen, werden gute Ideen ausgearbeitet. Durch ein Bündnis können wir gemeinsam sozialen Mehrwert erzielen. Viele Familien könnten sich selber engagieren, aber auch wer keine Zeit dafür hat, kann durch die Arbeit eines solchen Bündnisses profitieren.“