SPD-Kreistagsfraktion wünscht sich zukünftig bessere Zusammenarbeit der Krankenhäuser im Rhein-Erft-Kreis

Fuss-blau
Hardy Fuß MdL, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion

„Die momentane Diskussion um die Anerkennung von Brustzentren verdeutlicht zum wiederholten Mal, dass eine vernünftige Kooperation der Krankenhäuser in unserem Kreis offensichtlich nicht funktioniert,“ findet Helmut Latak, SPD-Kreistagsabgeordneter und Mitglied der Gesundheitskonferenz. Es habe die Möglichkeit bestanden, dass die Krankenhäuser im Rhein-Erft-Kreis sich zu einem Brustzentrum zusammenschließen, was misslungen sei. Funktioniert habe dagegen die Kooperation des Frechener St. Katharinen Hospitals mit der Kölner Uniklinik und dem St. Elisabeth Krankenhaus in Köln-Hohenlind. Bereits bei der Ausbildung von Krankenschwestern und Krankenpflegern sei eine vernünftige Zusammenarbeit der Krankenhäuser fehlgeschlagen, so Latak. „Hier ist die Chance vertan worden, durch eine enge Kooperation eine Krankenpflegeschule im Rhein-Erft-Kreis zu installieren,“ meint Latak. Ausgebildet werde jetzt entweder in Köln oder in Bonn. Man müsse eine optimale medizinische Versorgung im Rhein-Erft-Kreis anstreben, ohne Anhängsel der Metropolen zu sein, fordert Latak.

Der jahrelange Kampf um die Anerkennung als Brustzentrum habe verdeutlicht, dass das eine oder Krankenhaus im Rhein-Erft-Kreis nur die eigene Zukunftssicherung im Auge habe, findet der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion und Landtagsabgeordnete Hardy Fuß: „Ich würde mir wünschen, dass die Diözesankrankenhäuser enger kooperieren, hier ist noch einiges ausbaufähig.“ Fuß und Latak hoffen nun beide, dass die aktuelle Entwicklung die Krankenhäuser dazu veranlasst, zukünftig besser zu kooperieren und nicht vordergründig die eigenen Interessen im Blick zu haben.