SPD-Politiker besuchen Zuckerfabrik Elsdorf

Gabi Frechen (MdB) und Martin (MdeP) Schulz bei der Besichtigung der Zuckerfabrik Elsdorf
Gabi Frechen (MdB) und Martin Schulz (MdEP) bei der Besichtigung der Zuckerfabrik Elsdorf

Gabriele Frechen: „Eine künftige Zuckermarktordnung muss die Belange der heimischen Zuckerwirtschaft und der Arbeitnehmer angemessen berücksichtigt“
Zu einem Ortstermin hat sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Frechen sowie der Vorsitzende der SPE-Fraktion im Europaparlament Martin Schulz mit Vertretern der Werksleitung und dem Betriebsrat der Zuckerfabrik in Elsdorf getroffen. Sie besuchten zusammen das Unternehmen Pfeifer & Langen, einer der bedeutendsten Zuckerproduzenten in Deutschland.
Im Vordergrund des Besuches standen die geplante Änderung der Zuckermarktordnung und die große wirtschaftliche Bedeutung des Zuckerrübenanbaus für den Rhein-Erft-Kreis. Die SPD-Abgeordnete Gabriele Frechen betonte, dass sich die SPD in den letzten Jahren auf allen Ebenen für die Verlängerung der bestehenden Zuckermarktordnung eingesetzt habe, weil die heimischen Zuckerrübenanbauer und die Zuckerwirtschaft sich auf die Veränderungen einstellen können müssen und zu Recht Vertrauensschutz beanspruchen können. Frechen: "Der jetzt verabschiedete Vorschlag der Kommission zur Reform des europäischen Zuckermarktes ist in dieser Form und Dimension nach unserer Auffassung nicht akzeptabel. Die Zuckerrübenanbauer und die Zuckerfabrik in unserer Region sind bei Realisierung der Kommissionsvorschläge in einem dramatischen Umfang in ihrer Existenz gefährdet." Es könne nicht sein, so die SPD-Politikerin weiter, dass zwei Drittel der Rüben anbauenden Betriebe in NRW in ihrer Existenz bedroht werden. "Wir werden uns dafür einsetzen, dass die künftige Zuckermarktordnung die Belange der heimischen Zuckerwirtschaft und der Arbeitnehmer angemessen berücksichtigt werden und Korrekturen vorgenommen werden."
Auch der SPD-Europaabgeordnete Martin Schulz ist über die geplanten Änderungen nicht glücklich: "Allerdings können und wollen wir eine Reform der Zuckermarktordnung nicht verhindern. Vermeidbare Härten für die Betriebe in unserer Region gilt es aber zu vermeiden.“