Prognos zeigt Schwächen der Wirtschaftspolitik im Rhein-Erft-Kreis auf

Auf einer Pressekonferenz am 10.02.2006 haben der SPD-Kreisvorsitzende Guido van den Berg und der Vorsitzende der SPD-Kreitstagsfraktion Hardy Fuß die Ergebnisse des "Zukunftsatlas 2006" der Prognos AG vorgestellt. Guido van den Berg: "Es ist erschreckend – der Rhein-Erft Kreis steht hiernach nur noch auf einer Stufe mit den Landkreisen Rendsburg-Eckernförde und nur kurz vor Schlusslichtern wie den Kreisen Daun, Bitburg-Prüm, Wunsiedel oder Ostvorpommern.Hardy Fuß zog aus dem im Handelsblatt veröffentlichten „Prognos Zukunftsatlas 2006" die Schlussfolgerung, dass sich der Rhein-Erft-Kreis zu einer "Insel des Abschwungs“ entwickelt habe.

Der Zukunftsatlas 2006 zeigt auf einen Blick, welche deutschen Regionen bei der Clusterbildung die Nase vorn haben. Für alle 439 Städte und Landkreise ist abgebildet, wie stark die 14 zentralen Zukunftsbranchen von Deutschland vor Ort relativ und absolut vertreten sind.

Rund um den Rhein-Erft-Kreis herum in der Region Köln sehen die wirtschaftlichen Prognosen nach der Handelsblatt-Studie sehr gut aus: Der Kreis Neuss, der Kreis Düren, der Kreis Aachen und die umliegenden Städte schneiden allesamt besser ab. Die SPD fragt: Warum nicht im Rhein-Erft-Kreis?

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Hardy Fuß stellte fest, dass der frühere Erftkreis, der seinerzeit die Nummer Eins in Europa war und die höchste Wertschöpfung in der Bundesrepublik hatte, sich nun ganz unten bei den Schlusslichtern wiederfinde. Der SPD-Kreisvorsitzende Guido van den Berg ergänzte, dass der Rhein-Erft-Kreis durch die Studie die Hausaufgabe erhalten habe, die Vernetzung der Unternehmen, der Politik und der Forschung zu verbessern. Man müsse sich jetzt darauf konzentrieren und andere Felder, die eher Hobbycharakter hätten wie die Tourismusförderung, herunter zu fahren. Es gehe jetzt darum, die Studie genau zu analysieren und politische Konsequenzen zu ziehen.

Erwartungsgemäß hat CDU-Landrat Stump in ersten Stellungnahmen die alamierenden Ergebnisse heruntergespielt. Es sei eine Sache, wie man Statistiken und Erhebungen lese – ließ er verbreiten. Er kündigte an an der aufgeblähten Tourismusförderung des Kreises festhalten zu wollen und zeigte keine Bereitschaft sich den in der Prognos Studie aufgezeigten Zukunftsfeldern zuzuwenden.