Verwaltung muss ihre Rolle als Dienstleister ernster nehmen

Brigitte D´moch-Schweren
Brigitte D'moch-Schweren SPD-Vorsitzende

Es ist in Frechen seit einigen Jahren (leider) immer wieder das gleiche Dilemma: Die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt werden von ihrer Verwaltung und deren Chef, Bürgermeister Hans-Willi Meier, weder vernünftig informiert noch in irgendeiner Form an Planungen beteiligt. „Wichtige Entscheidungen werden in kleinen Zirkeln besprochen und hinter oftmals verschlossenen Türen beschlossen“, beklagt die SPD-Vorsitzende Brigitte D’moch-Schweren.
Beispiel „Tanzbrunnen“: Die Nutzung der Anlage am Neuen Weg soll den Bürgerinnen und Bürgern Spaß und Freude bringen. Stattdessen haben die Anwohner zunächst einmal Ärger und Frust. Weil sie im Vorfeld der Gespräche über eine neue Nutzung der ehemaligen Sportanlage der Hubertus-Schützen weder informiert, geschweige denn gefragt worden sind. „Die Verwaltung hätte ja im Vorfeld mal eine öffentliche Informationsveranstaltung organisieren können“, meint die SPD-Vorsitzende. Auch wenn das nicht zwingend vorgeschrieben ist – ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl und Sinn für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger täte dem Bürgermeister da ganz gut.
Beispiel „Schallmauer“: Niemand hat den Anwohnern gesagt, dass das Höhenniveau ihrer Grundstücke nicht zum Niveau der geplanten Straße passt. Jetzt muss für viel Geld nachgebessert werden. Und wieder mündet der Frust bei den Bürgern in verständlicher Verärgerung über die Arbeit der Verwaltung und dessen Chef.
Alleingänge des Bürgermeisters und seiner „engsten“ Vertrauten tun der Stadt nicht gut. Das hat die jüngste Vergangenheit nur allzu deutlich gemacht. Solche Alleingänge sind deshalb nicht länger haltbar. Brigitte D’moch-Schweren: „Bürgermeister Hans-Willi Meier und die von ihm geführte Verwaltung müssen endlich ihre Rolle als Dienstleister für die Frechener Bürgerinnen und Bürger ernsthaft und gewissenhaft wahrnehmen.“