Baumschutzsatzung

Im Umweltausschuss beantragte u.a. die SPD-Fraktion die Wiedereinführung der Baumschutzsatzung für die Stadt Frechen.
„Wir möchten gerne eine veränderte, angepasste Baumschutzsatzung für Frechen, die mehr Freiraum für den Bürger lässt und vor allem weniger Bürokratie verursacht“, meint Stefanie Geier, Sprecherin der SPD-Fraktion im Umweltausschuss, „weder soll der Bürger bevormundet werden, noch stellen wir `Baumeswohl´ über das Wohlbefinden eines Menschen. Doch sollte die Stadt Frechen, bei immer weniger Grünflächen im Erftkreis und vor allem in Frechen, die Mitbestimmung über die Bäume in ihrer Kommune nicht völlig aus der Hand geben.“ Die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes und der Schutz der Menschen und Tiere vor schädlichen Umwelteinflüssen sei auch Aufgabe der Stadt, so auch Horst Meul (SPD), Mitglied des Umweltausschusses. Man ziehe sich durch die Abschaffung der Satzung einfach aus der Affäre und überlasse alle Verantwortung für den Umweltschutz dem Bürger.
Von 10 Kommunen im Erftkreis besitzen sieben eine Baumschutzsatzung. Frechen bildet also mit Wesseling und Elsdorf eine Ausnahme. Da aber der Waldanteil des Rhein-Erft-Kreises mit 11 Prozent unter dem Landesdurchschnitt liegt, müssen alle Kommunen am Erhalt ihrer Bäume interessiert sein. Denn gefällt sind unsere Sauerstofflieferanten schnell, doch „ …zu wachsen, bis man ihn bewundert,
braucht er, bedenk es, ein Jahrhundert!“, wie Eugen Roth schon so richtig sagt.