Brigitte Dmoch-Schweren im CJD-Praktikum

Brigitte D´moch-Schweren
Brigitte Dmoch-Schweren

„Als Teenager wollte ich immer Friseurin werden, dann bin ich aber in der Politik gelandet. Daher macht es mir heute viel Spaß, mal was anderes zu machen und mir von den jungen Auszubildenden im CJD Berufsbildungswerk Frechen das Friseurhandwerk näher bringen zu lassen“,erklärte Brigitte Dmoch-Schweren zu ihrem „Praktikum“ im CJD.
Nach der Unterzeichnung eines „Praktikum Vertrages“ mit Markus Besserer, Leiter des CJD Frechen, arbeitete die Geschäftsführerin beim Paritätischen Wohlfahrsverband Rhein-Erft und Mutter einer Tochter bei einem „TatKraft-Tag“ im Frisiersalon des Frechener CJD Berufsbildungswerkes gemeinsam mit den Auszubildenden Jessica und Vanessa und ihrer Ausbilderin Dorothee´Krautz und erlebte alles rund um den Beruf Friseur.
„Wir erklären heute Frau Dmoch–Schweren in den paar Stunden, was die Auszubildenden in sechs bis acht Wochen lernen müssen“, erklärte Ausbilderin Dorothee´Krautz.
So zeigten sie ihr die Kreuzscheiteltechnik, die Voraussetzung für alles weitere wie Farbtechnik, Fingerfertigkeit oder Werkzeugführung ist, oder wie man die Schere richtig bewegt. „Man darf nur den Daumen bewegen, das untere Scherenblatt bleibt ruhig stehen und nur das obere Blatt bewegt sich durch den Daumen“, demonstrierten Vanessa und Jessica aus dem zweiten Lehrjahr.
„Das ist ein richtiger Knochenjob, was die alles können müssen. Da muss man toll üben und gut in der Feinmotorik sein“, bewunderte Praktikantin Dmoch – Schweren die Auszubildenden.
Als Motiv für das Praktikum gab sie an, dass sie dadurch praktische Arbeit erlebe, die Lebenssituation von Menschen vor Ort, – der Auszubildenden und ihrer Ausbilder – kennen lerne, wodurch sie „Bodenhaftung“ behalte.
Mit dem Praktikum wolle sie auch die wichtige Arbeit des CJD unterstützen. Die Arbeit und die Auseinandersetzung mit den jungen Auszubildenden bereitete ihr offensichtlich großen Spaß. Auch die jungen Damen hatten Spaß und nahmen die „Praktikantin“ begeistert auf.

Im CJD Berufsbildungswerk Frechen werden derzeit über 300 junge Menschen mit Lernbehinderungen im Rahmen einer beruflichen und sozialen Rehabilitation in 26 anerkannten Berufen ausgebildet. Während ihrer Rehabilitation besuchen sie das Berufskolleg im Berufsbildungswerk und werden sozial- und freizeitpädagogisch begleitet. Die meisten von ihnen wohnen in den 20 Wohnhäusern im Berufsbildungswerk. Das Ziel lautet, mit der bestandenen Abschlussprüfung vor den zuständigen Industrie- und Handels- Landwirtschafts- und Handwerkskammern, den Sprung in ein eigenverantwortlich gestaltetes Leben zu schaffen. Aufgrund der intensiven und individuellen Förderung der Auszubildenden in den Werkstätten, im Berufskolleg und im Wohn- und Freizeitbereich bestanden Ende des letzten Ausbildungsjahres 94% von ihnen die Abschlussprüfung vor den Industrie und Handels ,- Handwerks, – und Landwirtschaftskammern und über 70% von ihnen hatten im letzten Jahr eine feste Arbeitsstelle.
Seit 33 Jahren hat das CJD Frechen mehr als 3000 Auszubildende zur Prüfung geführt.