Ansiedlung Großmarkt in Marsdorf: SPD will Belastungen für Frechen ausschließen

In der Sitzung des Rates am 13. Juli wurde ein Rahmenkonzept die Umsiedlung des Kölner Großmarktes nach Marsdorf vorgestellt. Dies nimmt die SPD-Fraktion zum Anlass, Bürgermeister Meier anzuschreiben und einige wichtige Aspekte im Planungsprozess zu verdeutlichen.

„Die Verwaltung muss unbedingt darauf achten, dass die erwartete Verkehrsmenge nicht zu gering eingeschätzt wird“, stellt SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Günter Eilenberger fest. „Vergleiche mit anderen Großmärkten können hilfreich sein, aber Grundlage für die abschließenden Entscheidungen darf nur die konkrete Planung für den Standort Köln-Marsdorf mit einem ordentlichen Puffer nach sein“. Eilenberger befürchtet, dass die Stadt Köln versuchen wird, die anfallende Verkehrsmenge so gering wie möglich zu kalkulieren, um die Widerstände in der Region gegen das Großprojekt klein zu halten.

Die Sozialdemokraten wollen außerdem wissen, ob es in der Verwaltung schon Überlegungen gibt, welche verkehrslenkenden oder –hemmenden Maßnahmen auf Frechener Stadtgebiet als Konsequenz aus der Großmarktansiedlung notwendig werden könnten, um zusätzliche Schleich- und Durchgangsverkehre und damit eine Belastung der Wohngebiete zu vermeiden. „Insbesondere für Bachem befürchten wir eine Erhöhung des täglichen Verkehrsaufkommens“, so Eilenberger. „Hier muss die Verwaltung frühzeitig planen, damit keine wertvolle Zeit verloren geht. Erst dann zu überlegen, wenn die LKWs über die Rudolfstraße brausen wäre zu spät.“

Abschließend stellt Eilenberger fest, dass nach Auffassung der SPD-Fraktion die Kosten für solche Maßnahmen unabhängig von der Klassifizierung der Straßen die Stadt Köln zu tragen habe. „Sie ist mit der Großmarktverlagerung Verursacherin und sollte sich über das formalrechtlich notwendige Maß hinaus kulant zeigen“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende. „Es kann nicht sein, dass am Ende die Kölner ihre verkehrlichen Probleme auf Kosten der Umlandkommunen lösen.“