Öffentliche Sitzung zum Thema Großmarkt

Der von der Stadt Köln geplante Großmarkt in Marsdorf bewegt und erhitzt weiterhin die Gemüter der Bevölkerung rund um Köln. Selbst Stadtteile Kölns wie Weiden und Junkersdorf sehen das Vorhaben der eigenen Stadt mit Unbehagen, so dass die Diskussion inzwischen stadtübergreifend geführt wird. Aus diesem Grund war es für die SPD-Fraktion Frechen eine Selbstverständlichkeit, im Stadtteil Bachem eine öffentliche Fraktionssitzung zu veranstalten und die Bürger Bachems zur Diskussion um den Großmarkt einzuladen. Über 30 Bürger folgten der Einladung am vergangenen Montag ins „Haus Bachem“ und äußerten ihre Bedenken, Anregungen und Ideen. Für die SPD-Fraktion ein Grund zum Handeln.

„Die Bürgerinnen und Bürger haben deutlich zum Ausdruck gebracht, dass der von Köln geplante Großmarkt zu einer erheblichen Verschlechterung der Lebensqualität in Bachem führen würde und daher keinesfalls gewünscht wird. Wir haben an diesem Abend viele Anregungen und Ideen gesammelt, die von uns, wenn möglich, umgesetzt werden“, so Hans Günter Eilenberger, SPD-Fraktionsvorsitzender. „Wir müssen unter anderem untersuchen lassen, ob die Rudolfstraße, bisher eine Kreisstraße, zu einer städtischen Straße heruntergestuft werden kann, so dass wir als Stadt die Möglichkeit haben, hier die Verkehrsführung zu ändern und Verkehr aus Bachem herauszuhalten.“

Auch Steffi Tiefenbach und Doris Steinmetzer, beides SPD-Stadtverordnete aus Bachem, sind der Meinung, dass hier schnell Vorkehrungen getroffen werden müssen.

„Für uns hat die Verhinderung der Ansiedelung des Großmarktes in Marsdorf klare Priorität. Sollten wir dort unterliegen und sollte Köln seine Pläne weiterverfolgen, werden wir alles daran setzen, dass die Autobahn A4 eine eigene Abbiegespur in Richtung Großmarkt erhält. Zumindest der Schwerlastverkehr darf nicht durch Bachem geführt werden.“