Frischezentrum in Marsdorf

Hans-Günter Eilenberger
Hans Günter Eilenberger

Schon lange ist bekannt, dass die Stadt Köln plant, den Großmarkt bzw. ihr Frischezentrum direkt an die Stadtgrenzen von Frechen und Hürth nach Marsdorf zu verlegen. Bisherige Proteste und Einwende von allen Seiten, auch von Bürgern der Stadt Köln selbst, haben nicht zu einer Änderung der Pläne geführt. Nach der Informationsveranstaltung am 20.10.2011 im Kreishaus in Bergheim stellen sich für die SPD-Fraktion, vor allem das PTV-Gutachten betreffend weitere Fragen.
„Für uns ist es sehr wichtig, dass die Stadt Frechen nun das Gutachten auf Plausibilität, Standorteignung und regionale Abstimmung prüft. Grundsätzlich ist ebenfalls zu beachten, ob die im Gutachten gemachten Aussagen zur prognostizierten Verkehrsentwicklung im Kölner Westen so zutreffen“, so Hans Günter Eilenberger, SPD-Fraktionsvorsitzender.
Der lange Fragenkatalog der Sozialdemokraten bezieht sich vor allem auf die Situation der Frechener Bürger. So soll die Verwaltung u.a. klären, ob die im Gutachten angenommenen Verkehrsprojekte zum Zeitpunkt des Baus des Frischezentrums tatsächlich schon abgeschlossen sind, ob die prognostizierte Entwicklung der Wohn- und Gewerbeflächen in Frechen auch so umzusetzen ist und ob, da nun weniger Fläche benötigt wird, nicht doch ein anderer Standort interessant wäre.

Nach wie vor fordert die SPD-Fraktion im Falle der Großmarktverlagerung nach Marsdorf einen eigenen Zubringer zur Bundesautobahn oder einen eigenen Autobahnanschluss, um die Dürener Straße und die Bonn Straße nicht noch weiter zu belasten.
Unerlässlich für die SPD Fraktion ist eine enge Abstimmung und ein gemeinsames Auftreten der Städte Frechen, Hürth und Pulheim und auch mit dem Rhein-Erft-Kreis, gegebenenfalls mit gemeinsamen Stellungnahmen.
„Sinnvoller wäre es ohnehin, den Großmarkt erst gar nicht nach Marsdorf zu verlegen. Andere Standorte wie z.B. in Kalscheuren in der Nähe des Containerbahnhofes wären möglich“, ergänzt Eilenberger.