SPD Unterbezirk Rhein-Erft gründet AG Migration und Vielfalt

v. li. n. re: Clement Audard, Staatssekretär Torsten Klute NRW, David Boventer, Brigitte Dmoch-Schweren (MdL), Panagiota Zahariadou-Boventer, Serhan Simcek, Hassan Djamalpour.

Frechen. Der Vorstand der neu gegründeten AG wurde am 1. Juli in Frechen gewählt: Serhan Simsek ist der Vorsitzende der neuen kreisweiten Arbeitsgemeinschaft für Migration und Vielfalt, einer Parteigliederung in der SPD Rhein-Erft. Panagiota Zahariadou-Boventer hat die Aufgabe der 1.stellvertretenden Vorsitzenden übernommen und Heike Steinhäuser wurde zur 2.stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Damit soll der Arbeit in diesem für die Sozialdemokratie wichtigen Bereich ein Gesicht gegeben werden. Die zahlreiche Teilnahme und das rege Interesse der Mitglieder waren ein Beweis dafür, dass Integrationspolitik bei der SPD einen sehr hohen Stellenwert einnimmt.

Bei der Versammlung wurden auch mit überzeugenden Mehrheiten die inhaltlichen Schwerpunkte für die zukünftige Arbeit festgelegt.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Brigitte Dmoch-Schweren eröffnete die Versammlung und warb bei den anwesenden Mitgliedern und beim zukünftigen Vorstand dafür, sich innerhalb der SPD aber vor allem sich in der Öffentlichkeit für die Ziele der AG Migration und Vielfalt einzusetzen und betonte, dass Integration eine Querschnittsaufgabe sei. Daher sei die Vernetzung der Mitglieder mit anderen Organisationen und Vereinen sehr wichtig.

Zwanzig Prozent der in Deutschland lebenden Menschen sind Einwanderer aus unterschiedliche Ländern. Diese Tatsache bringt vielfältige Herausforderungen, denen wir uns als Gesellschaft stellen müssen. Doch wird die Herausbildung einer inklusiven Gesellschaft durch Sprachbarrieren, kulturelle, sowie religiöse Vorurteile und fehlende Chancengleichheit im Schulsystem oder auf dem Arbeitsmarkt zusätzlich erschwert.

Deshalb ist es höchste Zeit, zu fragen, wie wir für eine erfolgreiche und zukunftsweisende Integration, die auch politisch funktionieren kann, unseren Beitrag leisten können. Welche Handlungsmöglichkeiten stehen uns zur Verfügung , um die Integrationspolitik zu verbessern? Wodurch kann ein von gegenseitigem Respekt getragenes Miteinander verwirklicht werden?

Positiv wertete Dmoch-Schweren, dass in der SPD-AG Einwanderer und hier geborene Deutsche Hand in Hand arbeiten. Serhan Simsek wiederum betonte, dass die Integrationsräte ein kommunales Gremium seien und dadurch gewissen Einschränkungen unterliegen, die von der kreisweiten AG ergänzt, strukturiert und gestaltet werden kann, in dem übergreifend politisch gehandelt werden könne.

Vorteile bei der AG „Migration und Vielfalt“ sieht Panagiota Zahariadou-Boventer in deren Offenheit für alle gesellschaftlichen und ethnischen Gruppen und Individuen. Im Rhein-Erft Kreis leben Menschen aus über hundert Nationen. Neue Einwanderer hätten dabei ganz andere Probleme als etwa die etablierten Gruppen aus der Türkei, Italien, Spanien oder Griechenland.

So sei die Aufgabe der AG auch als Transmissionsriemen der örtlichen Aktivitäten von Integrationsräten und SPD-Arbeitskreisen zu begreifen. Koordination und Zusammenwirken für die gemeinsamen Ziele seien hier eine vorrangige Aufgabe, meinte Serhan Simsek, der 1. Vorsitzende der neu ins Parteileben gerufenen AG Migration und Vielfalt.

Weitere Vorstandsmitglieder der AG Migration und Vielfalt sind:
Die Geschäftsführerin Merla Ilhan und die Beisitzer:
Clement Audard, David Boventer, Bernd Coumanns, Fehmi Karakas ,Ute Meiers, Askim Müller-Boszkurt ,Matthias Petran, Kerstin Richter Fatih Türk, Hassan Djamalpour und Zita Wienecke-Höfer.

Interessant und produktiv bei sehr reger Beteiligung auch von auswärtigen Gästen war die anschließende öffentliche Veranstaltung mit Thorsten Klute, Staatssekretär NRW im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales, der ausführlich auf die derzeitige Situation der Einwanderer einging. Er erläuterte das vielfältige Maßnahmenpaket der Landesregierung und erklärte die Möglichkeiten des Integrations- und Teilhabegesetzes für Kreise und Kommunen. Eine lebhafte Diskussion schloss sich an.