Planung der Gesamtschule nur Mittelmaß

Jürgen Weidemann

Eigentlich sollte schon die vergangene Dezember-Ratssitzung ein Freudentag für die Frechener Sozialdemokraten sein, so wurde doch endlich beschlossen, in Frechen eine Gesamtschule zu errichten.
„Wir hatten schon im Vorfeld den Antrag gestellt, eine Gesamtschule zum Schuljahr 2016/ 17 in Frechen zu bauen. Dass dann der gleiche Antrag mit anderen Worten von der neuen Jamaika-Koalition vorgelegt wurde, hatte nur den Grund, unserem Antrag nicht zustimmen zu müssen“, so Hans Günter Eilenberger, SPD-Fraktionsvorsitzender. „Hätten wir CDU und FDP nicht durch unseren Vormarsch dazu getrieben, wäre so ein Antrag auch nicht gekommen.“
Die SPD Fraktion hatte aber auch immer wieder gefordert, dass diese Gesamtschule zukunftsweisend und nachhaltig geplant und gebaut werden müsste, damit nicht in absehbarer Zeit schon wieder teure Nachbesserungen nötig werden.
„Das in der vergangenen Schulausschusssitzung beschlossene Raumprogramm ist leider nur Mittelmaß“, so Jürgen Weidemann, SPD-Fraktionsmitglied. „An allen Schulen muss Inklusion umgesetzt werden, dazu ist ein Raumprogramm nötig, das genügend Platz bietet. Die Kölner Schulbaurichtlinien sehen genau das vor!“
Daher hatten die Sozialdemokraten den Antrag gestellt, diese Richtlinien, so wie vom Rat für die Grundschulen schon beschlossen, auch bei der Gesamtschule anzuwenden. Aber außer Gelächter und Ablehnung hatte die Mehrheit dafür nicht übrig.
„Es wird mal wieder auf Kante geplant – eine uns seit Jahren bekannte Praxis in Frechen. Man muss nicht in eine Glaskugel schauen, um zu sehen, dass für eine langfristig erfolgreiche Gesamtschule mehr Raumbedarf besteht“, so Stefanie Geier (SPD), Mitglied im Schulausschuss. „Das wird auf Dauer auf Kosten der Schüler und Lehrer gehen!“