Sanierung Lindenschule – eine unendliche Geschichte

Jürgen Weidemann
Jürgen Weidemnann

Der Schulträger muß mit einer exakten Zeitplanung für die notwendige Transparenz der Entscheidungen bei Schulbauten sorgen, damit die Eltern die Planungen akzeptieren – so steht es sinngemäß im aktuellen Schulentwicklungsplan.
Die Realität in Frechen sieht leider anders aus. ln der Sitzung des Schulausschusses am 25. März 2015 teilte die Verwaltung auf Anfrage der SPD-Fraktion mit: Die Lindenschule zieht nicht – wie ursprünglich geplant – in den Herbstferien in die Räumlichkeiten der Anne-Frank-Schule um. Zwar sei ein Umzug der Lindenschule in die Anne-Frank-Schule zu diesem Zeitpunkt möglich, aber aufgrund noch einer fehlenden Baugenehmigung für die neue Lindenschule nicht sinnvoll. Man könne nicht ausschließen, dass Anwohner gegen die Baugenehmigung klagen werden. Erst nach Vorliegen einer bestandskräftigen Baugenehmigung solle der Umzug dann möglicherweise in den Osterferien 2016 erfolgen, so die Verwaltung.
"Irgendwie passt das alles zur Salamitaktik der Verwaltung, es scheint als solle das
Projekt künstlich verzögert werden, und die Öffentlichkeit wird darüber im Unklaren
gelassen, wie es weitergehen soll. Unter Transparenz stelle ich mir etwas anderes vor", kritisiert Jürgen Weidemann die zögerliche Informationspolitik der Verwaltung. "Schließlich stammt der Beschluss, die
Lindenschule zu sanieren, aus dem Jahr 2011", so Weidemann weiter, "da wunderst
man sich schon über die Geschwindigkeit, mit der diese Baumaßnahme vorangetrieben wird. Es ist für uns total unverständlich, warum nach vier Jahren
Planungsvorlauf noch kein Bauantrag vorliegt".
Die SPD-Fraktion wird daher eine gemeinsame Sondersitzung des Bau- und des
Schulausschusses beanträgen, um eine umfassende Darstellung des Bauprojektes
Lindenschule zu erhalten und einen Beschluss über einen dreizügigen Ausbau der
Lindenschule herbeizuführen.