Resolution gegen Kölner Frischemarkt

Hans-Günter Eilenberger

Noch scheint es beschlossene Sache zu sein – im Jahr 2020 wird Köln seinen Frischemarkt nach Marsdorf verlegen, und das trotz anhaltender Proteste der umliegenden Städte und Bürgervereinigungen.
Parteiübergreifend sind sich die Ratsmitglieder im Kölner Rat recht einig, sie sehen keinen Grund, von dem 2007 gefassten Beschluss abzurücken. Die durch die Verlagerung entstehende Verkehrs-, Lärm- und Gesundheitsbelastung für die Anwohner wird immer wieder von Bürgern und den Räten der Städte Pulheim, Hürth und Frechen kritisch dargestellt, doch leider bisher ohne Wirkung.
Alle Parteien des Rates der Stadt Frechen haben daher, genau wie der Kreistag des Rhein-Erft-Kreises, eine Resolution gegen die Verlagerung des Frischemarktes nach Marsdorf beschlossen.

„Wir können es uns nicht einfach so bieten lassen, dass im Kölner Rat so weitreichende Entscheidungen getroffen werden, die für unsere Bürgerinnen und Bürger große Negativkonsequenzen hätten“, so Hans Günter Eilenberger, SPD-Fraktionsvorsitzender. „Es ist guter Brauch, mit den Nachbarkommunen im Einvernehmen Bauprojekte in einer solchen Größenordnung zu planen! Hier geht das über unseren Kopf hinweg!“

Es bleibt abzuwarten, ob die Proteste irgendwann auch in Köln gehört werden.