Beratungsstelle für Jugendliche fällt weg

Kandidatin im Wahlbezirk 2

Bereits im vergangenen Jugendhilfeausschuss hatte die SPD Fraktion den Antrag gestellt, im Vorgriff auf den Haushalt eine Finanzierung einer halben Beratungsstelle in der Evangelischen Erziehungsberatungsstelle in der Blindgasse und einen Zuschuss für die Gewalt- und Alleinerziehendenberatung des SKF sicherzustellen. Notwendig sind diese Angebote vor allen Dingen, um Eltern, Kindern und Jugendlichen die Möglichkeiten zu eröffnen, eine persönliche oder psychologische Beratung ohne lange Wartezeit zu bekommen. Im Jugendhilfeausschuss gab es einen einstimmig positiven Beschluss für diese Maßnahmen.

Leider hat sich die politische Haltung in Frechen in der Folgezeit entscheidend geändert.
Zwar behaupten Politiker der Koalition CDU, FDP und Grünen, Kinder sind unsere Zukunft, unser Fundament und unsere Hoffnung – leider sind diese Behauptungen von dieser Seite aus nur heiße Luft.
Präventionsmaßnahmen und mobile Sozialarbeit werden nur im minimalen Bereich gefördert, so dass die verpflichtendend zu zahlenden Maßnahmen der Hilfe zur Erziehung, die die Stadt Frechen zahlen muss, finanziell in die Höhe schnellen.
Im letzten Hauptausschuss der Stadt Frechen wurde wieder deutlich, dass die Mehrheit im Frechener Rat nicht verstanden hat, welche Arbeit in Frechen mit den Jugendlichen und Eltern wichtig ist, denn der von der SPD Fraktion erneut gestellt Antrag auf Weiterführung der Stelle in der Evangelischen Beratungsstelle und des Zuschusses beim SKF wurde mehrheitlich von CDU, FDP, Grünen und der Perspektive abgelehnt.

Dies hat zur Folge, dass in Frechen zukünftig keine Gewalt- und Alleinerziehendenberatung durch SKF mehr stattfindet und Kinder und Jugendliche nur noch sehr zeitverzögert bei der Evangelischen Beratungsstelle eine Beratungsmöglichkeit bekommen.

„Vor fünf Jahren haben wir im Zuge des Kinder- und Jugendförderplans beschlossen, eine halbe Stelle für die Evangelische Beratungsstelle zu finanzieren – eine wichtige und richtige Entscheidung!“, so Stefanie Geier, Jugendhilfeausschussvorsitzende. „Damals haben alle freien Träger der Jugendhilfe die Einrichtung dieser halben Stelle an erster Priorität gesehen! Dies ist ein wichtiges therapeutisches und schnelles Angebot für alle Jugendlichen in Frechen! In Zukunft fällt dies leider, durch Streichung einer halben Stelle, weitgehend weg!“

Außer dieser Stelle gibt es in Frechen kaum noch Angebote für Jugendliche, Gesprächstermine und psychologische Beratung zu vereinbaren, erläutert Geier weiter.

Im der Ratssitzung am 15.12.2015 wird die SPD Fraktion ihren Antrag nochmals wiederholen und hofft auf Einsicht der bisher ablehnenden Fraktionen.