SPD setzte sich im Rat durch

Jürgen Weidemann

Unerträglich fand die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Frechen die unklare Situation der Lindenschule. Mal hieß es, die Lindenschüler könnten bis zum Schuljahresbeginn 2016/2017 in die Anne-Frank-Schule umziehen, dann wiederum wurde der Standort als Flüchtlingsunterkunft beansprucht. Planungssicherheit für Lehrer und Kinder gab es dadurch nicht, die Unsicherheit bei Schülern und Lehrern wurde immer größer.
Dabei steht ein Neubau der Lindenschule seit Jahren ganz vorne auf der Dringlichkeitsliste der Stadt. Gestiegene Schülerzahlen machen eine räumliche Vergrößerung unabdingbar. Ausweichquartiere und das Aufstellen von Containern können nur eine zeitlich befristete Notmaßnahme sein.
Die SPD ließ das Thema Lindenschule deshalb noch einmal auf die Tagesordnung der Sitzung des Stadtrates setzen und forderte ein Ende des Provisoriums am Standort Gisbertstraße bis zu den Sommerferien 2017. Und die Genossen bekamen Recht. Der Stadtrat beschloss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Nutzung der Anne-Frank-Schule von Flüchtlingen auf das Ende 2016 zu begrenzen. In den Folgemonaten wird die Schule dann für den Umzug der Lindenschüler und einen ordnungsgemäßen Unterrichtsbetrieb hergerichtet. Mit Schuljahresbeginn Sommer 2017 ist dann alles in reinen Tüchern.
Die derzeitige Situation ist auch mit Aufstellung von Containern auf dem Gelände Lindenschule hoch belastet. SPD-Fraktionsmitglied Jürgen Weidemann: „Der Betrieb einer dreizügigen Ganztagsschule mit einem derart geschrumpften Außengelände wird für alle Beteiligten zu einer Belastungsprobe. Das ist nur erträglich, wenn ein Ende der Situation klar absehbar ist!“