SPD fordert straffes Zeitmanagement für Hallensanierung

Hans Günter Eilenberger

Wer die Vorlage für die jüngste Ratssitzung zum Thema „Sporthalle am Gymnasium“ gelesen hatte, konnte sich nur die Augen reiben. Da ist nicht mehr die Rede von einer Übergabe der sanierten Sporthalle zum Jahresbeginn. So war es den Schulsportlern und den Vereinen beim Auszug der Flüchtlinge im September in Aussicht gestellt worden.
Die Schäden seien, so teilt die Verwaltung in einem von der SPD-Fraktion eingeforderten Sachstandsbericht mit, noch gar nicht genau absehbar und offenbar viel schwerwiegender als erwartet. Deshalb habe man sich nun entschlossen, zunächst eine Art Provisorium zu installieren, mit dem im März die Hallennutzung zunächst wieder aufgenommen werden kann. Mit großen Einschränkungen allerdings für die Sportler. Umkleiden werden außerhalb der Halle in einem Container angeboten, Duschen ist nicht möglich. Es kann zwar trainiert werden, Turniere oder Veranstaltungen müssen allerdings in der Halle ausfallen.
Außerdem will die Stadt nun Gutachten in Auftrag geben, um die genauen Schäden und den konkreten Sanierungsbedarf zu ermitteln. Dann erst können die Arbeiten geplant, die Gewerke vergeben und mit der Wiederherstellung kann begonnen werden. Man hoffe, so die Verwaltung, das dies noch im Jahr 2017 der Fall ist.
SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Günter Eilenberger: „Natürlich muss die Sportstätte fachgerecht und gründlich saniert werden, daran gibt es keinen Zweifel! Wir fordern allerdings ein deutlich strafferes Zeitmanagement für die Planung und Vorbereitung der anstehenden Arbeiten. Hier müssen Verwaltung und Politik kurze Dienstwege und zeitnahe Koordination finden.
Die zuständigen Fachausschüsse sollen dicht miteinander vernetzt werden, Abstimmungsvorgänge so schnell wie möglich stattfinden. Wenn wir da alle an einem Strang ziehen, müsste sich das Verfahren um Monate verkürzen lassen. Das sind wir unseren Sportlern schuldig!“