Kein Geld für Frechener Schützen

Mit den Stimmen von CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen hat der Stadtrat einen Antrag der SPD-Fraktion abgelehnt, dem Frechener Schützenverein einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 15.000 Euro für den Ausbau seines Landes-Leistungs-Stützpunktes zu gewähren.

Der Frechener Schützenverein von 1655 e.V. betreibt seit 1995 im Sportpark Herbertskaul eine Schießanlage, die vom Landessportbund als Landes-Leistungs-Stützpunkt (LLStp) anerkannt ist. In dieser Anlage trainieren die Sportschützen aller vier Frechener Schützenvereine. Ebenso finden dort Wettkämpfe auf Landes- und Bundesebene statt und in den Jahren 1996 und 2002 auch die Jugend Vergleichswettkämpfe Deutschland/Frankreich.

Das Landes-Leistungszentrum der Frechener Schützen im Sportpark Herbertskaul Bild: Jürgen Weidemann

Aufgrund neuer Vorschriften müssen nun die Kugelfänge technisch nachgerüstet werden, damit ein Betrieb der Anlage auch weiterhin genehmigungsfähig ist. Eine solche Nachrüstung ist für den Verein mit erheblichen Kosten verbunden, die er alleine nicht aufbringen kann. Die SPD-Fraktion hatte deshalb den Antrag gestellt, im Haushalt 2018 einen einmaligen Baukostenzuschuss in Höhe von 15.000 Euro für diese Maßnahme bereitzustellen. Der Antrag wurde von den Parteien der Jamaika-Koalition abgelehnt.

Dazu SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Günter Eilenberger: „ein international anerkanntes Leistungszentrum sollte doch eine Bereicherung für unsere Stadt sein und mit etwas gutem Willen wäre es auch möglich gewesen, das Anliegen der vier Frechener Schützenvereine zu unterstützen. Leider war dieser Wille bei der Ratsmehrheit nicht vorhanden.“