Zukünftige Trinkwasserversorgung in Frechen

Im Rathaus Frechen laufen derzeit die Vorbereitungen zur Vergabe eines neuen Wasserkonzessionsvertrages. Der Grund dafür ist das Auslaufen des bestehenden Vertrages zwischen der Stadt Frechen und der Rhein Energie AG im Jahr 2020.

Der Stadtrat wird nach der Sommerpause einen Kriterienkatalog beraten und verabschieden, mit dem am Ende des Ausschreibungsverfahrens der neue Wasserkonzessionär ermittelt werden soll.
Dazu gab es im Vorfeld bereits eine umfangreiche öffentliche Diskussion über die Qualität des Wassers nach der Umstellung der Trinkwasserversorgung in Frechen auf die Kölner Wasserwerke Hochkirchen, Weiler und Severin. Insbesondere der hohe Kalk- sowie der hohe Nitratgehalt des Kölner Wassers waren und sind immer wieder Anlass zur Kritik. Ein einstimmiger Ratsbeschluss aus dem Jahre 2016 in die Liste der Qualitätskriterien zur Neuvergabe die Punkte minimaler Nitratgehalt und minimale Wasserhärte mit aufzunehmen, setzte einen vorläufigen Schlusspunkt unter diese Diskussion.

Was den zukünftigen Wasserpreis betrifft, gibt es im Gegensatz zur Konzessionsvergabe im Jahre 2001 bisher jedoch keinerlei Festlegungen. Derzeit liegt Frechen beim Bruttogesamtpreis für Trinkwasser im Vergleich zu den Nachbarkommunen etwa im oberen Mittelfeld und der sollte nach Ansicht der Sozialdemokraten nicht noch teurer werden. Der zukünftige Wasserbezugspreis und die Versorgungssicherheit müssen daher stärker ins Blickfeld gerückt werden, als das bisher vorgesehen ist.

„Trinkwasser muss für alle Bürgerinnen und Bürger bezahlbar bleiben. Die Preisgestaltung ist bei der Aufstellung der Zuschlagskriterien für das Vergabeverfahren für uns genauso wichtig wie die Wasserqualität“, sagt SPD Fraktionsgeschäftsführer Jürgen Weidemann und fügt hinzu: „ebenso ist es erforderlich, dass der künftige Lieferant aus Gründen einer nachhaltigen Wasserversorgung ein Konzept zur Instandhaltung des Versorgungsnetzes verfolgt, das auch Investitionen in notwendige Erneuerungen und Erweiterungen der Anlagen und des Wassernetzes vorsieht.“

Jürgen Weidemann
Jürgen Weidemann

Die zukünftige Trinkwasserversorgung der Stadt Frechen dient der gesicherten Bereitstellung von Trinkwasser in ausreichender Menge und guter Qualität für die gesamte Bevölkerung. Deswegen müssen ökonomische, ökologische und soziale Rahmenbedingungen in gleicher Weise berücksichtigt werden.