Wilder Müll: Mehr Aufklärung und mehr Kontrolle

In der Diskussion um eine saubere Stadt wird immer deutlicher, dass technische Lösungen alleine nicht ausreichen, damit das Ziel erreicht werden kann. Die neuen Müllbehälter in der Fußgängerzone verhindern nicht, dass dort weiterhin in größeren Mengen Hausmüll entsorgt wird, wie an vielen anderen Stellen im Stadtgebiet auch.

Die Stadtverwaltung hat auf Antrag der SPD-Fraktion in der letzten Sitzung des Haupt-, Personal- und Finanzausschuss den Auftrag erhalten, ein Gesamtkonzept für mehr Sauberkeit in der Stadt zu erstellen. Dabei sollen alle bisher diskutierten Ansätze in den einzelnen Ausschüssen und Arbeitsgruppen berücksichtigt werden.

Nach Ansicht der Sozialdemokraten befindet sich die Diskussion, welche Maßnahmen dazu erforderlich sind, allerdings immer noch in einer gewissen Schieflage. Strategien für eine gezielte Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit werden von Verwaltung und Jamaika-Koalition als nicht notwendig erachtet, und für verstärkte Kontrollen durch das Ordnungsamt stehen gerade mal zwei halbe Stellen mehr zur Verfügung, von denen erst eine besetzt ist.

„Bisher können wir noch nicht erkennen, ob sich beim Ordnungsdienst in Sachen Müll etwas verändert hat, also tatsächlich verstärkte Kontrollen durchführt und die Verursacher der wilden Müllablagerungen ermittelt werden“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Günter Eilenberger. Und weiter: „Wir werden das genau beobachten und auch weitere personelle Verstärkung einfordern. Zwingend notwendig ist für uns auch weiterhin eine von Fachleuten durchgeführte, zielgerichtete öffentliche Kampagne für eine saubere Stadt, denn schließlich müssen wir die Menschen auf dem Weg dorthin auch mitnehmen.“