Neubau C&A-Gebäude und Parkhaus Josefstraße: Viele Fragen offen

In die Jahre gekommen: Das Parkhaus Josefstraße Bild: Jürgen Weidemann

Einem Neubau des C&A-Gebäudes sowie der städtebaulichen Zielvorstellung einer Gesamtlösung mit Einbeziehung des Parkhauses Josefstraße, steht die SPD-Fraktion grundsätzlich positiv gegenüber. Ebenso positiv sieht die SPD-Fraktion eine mögliche Erweiterung der Verkaufsfläche in einem neuen Gebäude und die Möglichkeit, in der Innenstadt öffentlich geförderte und bezahlbare Mietwohnungen zu errichten.

„Der Knackpunkt an Sache ist aber, dass bei der vorgelegten Planung an zentraler Stelle in der Innenstadt nur 85 der ca. 300 wegfallenden Parkplätze neu geschaffen werden sollen und das ist erheblich zu wenig“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Günter Eilenberger. Und weiter: „Außerdem haben wir die Verwaltung gefragt, ob und in welchem Umfang bei der Errichtung des Parkhauses Josefstraße Stellplatzablösebeiträge der Anwohner verwendet wurden, die von der Stadt wieder zweckgebunden reinvestiert werden müssen.“

In der Antwort der Stadt wird darauf hingewiesen, dass nicht mehr alle Unterlagen archiviert sind, aber davon ausgegangen werden kann, dass damals ca. 300.000 DM in die Baumaßnahme eingeflossen sind.

Insgesamt betrachtet hält die SPD-Fraktion das Angebot an öffentlichen Parkplätzen bei der vorliegenden Planung für völlig unzureichend und schlägt deshalb zunächst folgende Vorgehensweise vor:
• Prüfung, ob eine Tiefgarage unter dem neuen Projekt möglich ist, um an Ort und Stelle mehr Parkplätze zu errichten;
• Prüfung, ob durch Mehrgeschossigkeit des Baukörpers weitere öffentliche Parkplätze möglich sind;
• Prüfung, wo in unmittelbarer Nähe weiterer Ersatzparkraum geschaffen werden kann;
• Die Frage nach einem Parkraumbewirtschaftungskonzept, entweder ein monetäres oder zeitlich fixiertes, müsste entschieden werden.

Eilenberger: „Die Infrastruktur der Fußgängerzone ist für ihren weiteren Bestand lebenswichtig und dazu gehören auch ausreichend öffentliche Parkmöglichkeiten.“