ADFC-Fahrradtest: Umsetzung der Radwegeplanung nur im Schneckentempo

Dr.-Tusch-Straße: fahrradfreundlicher Umbau noch in 2019 ? Bild: Jürgen Weidemann

Das schlechte Abschneiden der Stadt Frechen beim ADFC-Fahrradtest kommt auch für die Sozialdemokraten nicht unerwartet. Der Rat hat einstimmig einen Verkehrsentwicklungsplan beschlossen, der dem Rad- und Fußverkehr zwar eindeutig Priorität einräumt, bei der Umsetzung der beschlossenen Projekte ziehen allerdings die Jahre ins Land, ohne dass etwas entscheidendes passiert.

Circa dreihundert Radfahrerinnen und Radfahrer haben an der Umfrage teilgenommen und treffend beschrieben, woran es in Frechen hackt. Festgesetzt hat sich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aber besonders der Eindruck, dass auch in jüngster Zeit zu wenig für den Radverkehr in Frechen getan wurde.

„Wenn jetzt die Grünen kritisieren, in Frechen fehle der politische Wille zur Umgestaltung der Stadt für besseren Fuß- und Radverkehr und bereits beschlossene Maßnahmen würden nicht umgesetzt, dann nehmen sie damit ihre eigene Koalition aufs Korn“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Günter Eilenberger. Und weiter: „Die Grünen verkennen, dass sie in der Koalition mit CDU und FDP mitverantwortlich sind, für das was im Rathaus läuft oder in diesem Fall nicht läuft. Schließlich haben sie bei der Neuorganisation der technischen Bereiche des Rathauses, die die beschlossenen Pläne in die Praxis umsetzen müssen, lange mit ihren Koalitionspartnern auf der Bremse gestanden.“

Auch bei der überörtlichen Planung des Radschnellweges von Frechen nach Köln geht es nur im Schneckentempo voran. Bei dem noch von der rot-grünen Landesregierung in 2013 geplantem Projekt ist bisher noch nicht in Sicht, wann denn der Radschnellweg letztendlich gebaut werden soll. Eilenberger: „Man gewinnt hier nicht den Eindruck, die schwarz-gelbe Landesregierung habe es besonders eilig mit der Umsetzung von Maßnahmen, die noch von der Vorgänger-Regierung beschlossen wurden.“