Grube Carl: Aussicht auf neue Bautätigkeit

Baufeld mit Blick auf den Wasserturm: Entsteht hier bald neuer Wohnraum? Bild: Jürgen Weidemann

In den vergangenen Jahren war es um die weitere Bebauung des Stadtteils Grube Carl sehr still geworden. Die SPD-Fraktion hat zwar immer wieder versucht, mittels Anträgen die Dinge dort in Bewegung zu halten, doch jahrelang passierte nichts und die Situation schien regelrecht festgefahren.

Jetzt aber sieht es so aus, als würde sich etwas bewegen. Es besteht die Hoffnung, dass es weitergeht auf Grube Carl und zu einer Übereinkunft zwischen der Stadt und den Grundstückseigentümern kommen kann. Damit könnten die teilweise schon seit Jahrzehnten bestehenden Planungen endlich umgesetzt werden.

Die Schaffung von neuem, bezahlbarem Wohnraum als Daseinsvorsorge für die eigene Bevölkerung und als Vorsorge zur Anwerbung von Fachkräften für die heimische Wirtschaft ist zurzeit ist eine der großen Herausforderungen, auf die Kommunalpolitik eine Antwort finden muss. Auch in Frechen ist der Mietwohnungsbau in den letzten Jahren fast völlig zum Erliegen gekommen und hat somit zwangsläufig auch den Bestand an öffentlich geförderten Wohnungen immer weiter zurückgedrängt.

Umso mehr ist die Initiative der GWG Rhein-Erft zu begrüßen, an der Toni-Ooms-Straße ein Bauobjekt mit 80 Mietwohnungen zu errichten, die Hälfte davon öffentlich gefördert.

„Gemessen daran, was in Frechen an bezahlbarem Wohnraum benötigt wird, ist das natürlich nur ein relativ kleiner Beitrag zur Beseitigung der derzeitigen Misere auf dem Wohnungsmarkt“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Günter Eilenberger. Und weiter: „Der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen ist mittlerweile auch in Frechen so groß, dass wir hier dringend für Entspannung sorgen müssen. Die schnellste Möglichkeit in Frechen weitere Baugebiete zu entwickeln und auch bezahlbare Wohnungen zu bauen besteht im Stadtteil Grube Carl.“

Für die Bebauung auf Grube Carl wünscht sich die SPD deshalb eine Mischung aus Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern mit einem ausgewogenen Verhältnis an freifinanzierten und öffentlich geförderten Wohnungen in einer aufgelockerten, ansprechenden Bauweise, die allen Anforderungen an die heutigen bauphysikalischen und ökologischen Vorgaben entspricht.

Was die Verkehrsanbindung betrifft, so steht eine gutachterliche Stellungnahme noch aus. Die Schaffung einer guten ÖPNV-Anbindung für den Stadtteil ist für uns Sozialdemokraten aber ebenso von höchster Priorität, wie die zeitnahe Erstellung der Infrastruktur (Kindergärten, Schule, Nahversorgung, etc.).

„Als Beitrag zur Planung von Freiräumen und Grünzonen hat der Gestaltungsbeirat in der Vergangenheit bereits gute Vorarbeit geleistet und Vorschläge erarbeitet, die in die weiteren Planungen unbedingt mit einbezogen werden sollten“, sagt Eilenberger.