Baugebiet „Herbertskaul“

Vorsitzender des

Ausschusses für Bauen, Verkehr und Umwelt

Herrn Ernst-Hartmut Roese

Rathaus

Johann-Schmitz-Platz 1-3

50226 Frechen

Frechen, 09.09.2019/73

Baugebiet Herbertskaul

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

auf Initiative unseres Stadtverordneten Ulrich Lussem bittet die SPD-Fraktion um Aufnahme in die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Verkehr & Umwelt am 25.09.2019:

Mit großer Sorge beobachten die Anwohner der Straße „Am Herbertskaul“ die Entwicklung des Neubaugebietes „Am Herbertskaul“.

Bestehendes Problem:

Es entstehen derzeit 3 Doppelhäuser. Der Grundwasserstand in dieser Gegend ist sehr hoch, so dass schon die derzeitigen Hausbesitzer ihre Keller und Fundament durch ständiges Pumpen trocken halten müssen. Durch die Bautätigkeit wird noch mehr Grundwasser nach oben gedrückt. Das Erdreich der Baugruben ist nass und droht beständig wegzurutschen, darum wurden die Seiten der Baugruben sehr schräg ausgeführt (s. beil. Foto). Die Kanäle der drei neuen Doppelhäuser werden zum Kanal am Wendehammer der Straße „Am Herbertskaul“ hingeführt. Diese Mehrbelastung des Kanalsystems zusammen mit dem erwartbar steigenden Grundwasser lässt die Anwohner befürchten, dass die Kanalisation die Abwässer nicht mehr aufnehmen kann und der Rohrquerschnitt vergrößert werden muss. Dies würde erhebliche Straßenbaumahnahmen nach sich ziehen. Die Straße müßte aufgerissen, die neuen Rohre verlegt und dann die Straßendecke wieder hergestellt werden.

Diese Maßnahmen werden mit erheblichen Kosten verbunden sein, die üblicherweise mit Straßenausbaubeiträgen seitens der Bewohner ausgeglichen werden.

Die beteiligten Verwaltungsmitarbeiter konnten der Anwohnerschaft keine Gewähr dafür geben, dass ihre Befürchtungen grundlos sind.

Wir bitten um Stellungnahme, inwieweit unter Berücksichtigung des derzeit gültigen Abwasserbeseitigungskonzeptes der Stadt Frechen die Gefahr besteht, dass die Straße wie beschrieben erneuert werden muss oder nicht und wieweit das Verursacherprinzip durch den Bauherrn greifen kann, um die Anwohner aus der möglichen Kostenfalle zu befreien.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Günter Eilenberger

Fraktionsvorsitzender