Sanierung des Freibades verzögert sich

Bild: Jürgen Weidemann

Die Pläne zur Sanierung des Terrassenfreibades kommen nicht richtig voran. Nach dem die März-Sitzung wegen Corona ausgefallen war, heißt es jetzt in einer Vorlage für den Betriebsausschuss Freizeit und Bäder (BaFuB) die Projektausführung sei akut gefährdet.

Im Januar hatte der Ausschuss umfangreiche Prüfaufträge beschlossen, hinsichtlich des Einsatzes von Fotovoltaik und des Materials für die Beckensanierung. So sollte beispielsweise auch eine Variante aus Edelstahl geprüft werden. Daraufhin stoppte die Verwaltung zunächst die weiteren Planungen sowie eine anhängige Kosten-Nutzen-Analyse, da diese von einem externen Gutachter ausgeführt werden müssten. Gleichzeitig wird die Einschätzung formuliert, dass die Wirtschaftlichkeit von Kraftwärmekopplungsanlagen bei jährlichen 100 Betriebstagen mit deutlich weniger als 1.000 Volllaststunden nicht gegeben sei.

Ferner sei es „wegen der Kündigung des Projektleiters“ nicht möglich, die externen Leistungen zu beauftragen. Dies könne wegen fehlender Personalressourcen erst nach Neubesetzung der Stelle geschehen.

„Der Zeitrahmen für die Sanierung sollte durch die Prüfaufträge ursprünglich nicht nach hinten verschoben werden“, sagte Ausschussmitglied Uwe Tietz (SPD) Und weiter: „Es bleibt festzustellen, dass die Verwaltung von Januar bis Juni nur wenig gemacht hat, um das Projekt in irgend einer Form voran zu bringen. Auch die Kündigung des Projektleiters hätte im Januar bereits bekannt sein müssen und wurde mit der Politik seit Monaten nicht kommuniziert.“

Der Ausschuss einigte sich schließlich einstimmig auf einen Antrag der SPD, die Prüfaufträge für die Edelstahlvariante des Schwimmerbeckens und die Kraftwärmekopplung nicht weiter zu verfolgen, damit die Planungen zügig wieder aufgenommen werden können. Die Verwaltung teilte außerdem mit, dass die Projektleiter-Stelle voraussichtlich ab Mitte Juni wieder besetzt sei.

Dazu sagt der Bürgermeisterkandidat der SPD Carsten Peters: „Auch während des Corona-Lockdowns gab es die Möglichkeit der Kommunikation mit den Ratsfraktionen. Jetzt lapidar mitzuteilen, dass seit einem halben Jahr nichts mehr passiert ist, ist schon skandalös und legt die Vermutung nahe, dass die Verwaltung die notwendige Substanzerhaltung unseres Freibades nicht wirklich mit der notwendigen Ernsthaftigkeit betreibt.“