Kurhausstraße in Habbelrath: Anwohner beschweren sich über „permanente Raserei“

Kurhausstraße in Habbelrath Bild: Jürgen Weidemann

Die Verkehrssituation in der Kurhausstraße beschäftigt erneut den Ausschuss für Verkehr, Umwelt und Klima (VU), nachdem sich weder CDU noch SPD in jüngerer Vergangenheit mit dem Anliegen durchsetzen konnten, dort zumindest den LKW-Verkehr herauszuhalten. Die SPD-Fraktion hat jetzt erneut den Antrag gestellt, das Thema Kurhausstraße in die Tagesordnung der nächsten Sitzung des VU aufzunehmen.

Die Kurhausstraße ist eine Spielstraße, dort gilt Schrittgeschwindigkeit. Gleichzeitig ist sie aber eine Verbindungsstraße nach Grefrath und zur Reitanlage Sonnenhof. Auf Initiative der Anwohner startete die SPD-Stadtverordnete Susanne Neustadt jetzt den erneuten Versuch, darauf aufmerksam zu machen, dass in dieser Spielstraße vermehrt Fahrzeuge mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind. Auch in den sozialen Netzwerken wurde die „permanente Raserei“ in dieser Straße bereits zum Thema.

„Nach mehreren Ortsterminen mit Anwohnern kann ich diesen Eindruck bestätigen, für die Anwohner ist dieser Zustand unbefriedigend, da es dort immer wieder zur Gefährdung von Personen kommt und die Spielstraße als solche gar nicht genutzt werden kann. Hinzu kommt, dass auch das Problem mit dem LKW-Verkehr, der sich ab und an hier hin verirrt, immer noch nicht gelöst ist“, sagt Susanne Neustadt.

Eine Lkw-Verbots-Beschilderung wäre, so die Verwaltung, mit dem Zusatz „Anlieger frei“ zu versehen, da auch Lieferfahrten zu dortigen Anwohnern möglich bleiben müssen. Daher werden auch Lkw-Fahrzeugführer eher nicht davon abgehalten die Straßen zu befahren, wenn sie bspw. durch das Navigationsgerät dort hineingeleitet werden. „Eine Argumentation, die nicht stichhaltig ist, da auf Grefrather Seite bereits ein LKW-Durchfahrtsverbot existiert“, so Neustadt.

Nach Auskunft der Anwohner teilte die Verwaltung schriftlich mit, dass sie außer vermehrten Kontrollen keine Möglichkeiten sehe, die Situation zu verbessern. Räumte aber ein, dass bei einer Geschwindigkeitsmessung „in mehreren Fällen“ eine Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit festgestellt worden sei. Anwohner berichteten von einer weiteren Verkehrskontrolle in den letzten Tagen, bei der ebenfalls Verwarnungen ausgesprochen wurden.

Verwaltungsintern würden bereits verschiedene Lösungswege diskutiert, die dem Ausschuss zur Beratung und Entscheidung vorgelegt werden sollen, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung an die Anwohner.