Kurhaustraße in Habbelrath: Deutliche Reduzierung der Geschwindigkeit nötig

Verkehrsberuhigte Zone Kurhaustraße: Schrittgeschwindigkeit erlaubt. Bild: Jürgen Weidemann

„Kurzfristig sind Maßnahmen notwendig, womit die ausgeschilderte Geschwindigkeit im Verkehrsberuhigten Bereich erzwungen wird“, schreibt die Verwaltung in der Vorlage zur Novembersitzung des Ausschusses für Verkehr, Umwelt und Klima (VUA) zur Verkehrssituation in der Kurhaustraße. Die SPD-Fraktion hatte beantragt, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen.

Auch die Verwaltung sieht hier akuten Handlungsbedarf, in dem sie ausführte, dass „trotz der bereits getroffenen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in diesem Bereich im Rahmen einer Geschwindigkeitsmessung eine Geschwindigkeitsüberschreitung von ca. 90 % der Verkehre festgestellt wurde“. Seitens der Verwaltung sei bereits „ein Antrag auf Einrichtung einer mobilen Geschwindigkeitsmessstelle beim Rhein-Erft-Kreis gestellt worden. Zusätzlich wird temporär eine Geschwindigkeitsanzeigetafel in Einsatz gebracht, die einen verkehrserziehenden Effekt erzielen soll“.

Die SPD-Fraktion schlug vor, die vorhandenen Blumenkübel mehr in Richtung Fahrbahnmitte zu versetzen und die Autofahrer zusätzlich durch Piktogramme auf die Verkehrsberuhigte Zone aufmerksam zu machen. Ferner sollte ein Hinweis für Radfahrer angebracht werden, die aus Richtung Grefrath in die Kurhaustraße einfahren.

Die Verwaltung stellte aber auch klar, dass es grundsätzlich fraglich sei, ob bei der Kurhaustraße überhaupt die Voraussetzungen für die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs vorlagen bzw. derzeit noch vorliegen, da Bau und Betrieb hier nicht eindeutig übereinstimmen.

„Eine Möglichkeit Bau und Betrieb in Einklang zu bringen, wäre die Umwandlung der Kurhaustraße in einen Bereich, in dem die Höchstgeschwindigkeit 30 km/h beträgt. Hierzu müssten die baulichen Einrichtungen entfernt, Gehwege auf der Straße eingezeichnet und die Beschilderung angepasst werden. Eine solche Umgestaltung ist kostenintensiv und sollte daher bei einer zukünftigen Sanierung oder Umplanung in Betracht gezogen werden“, schreibt die Verwaltung.

Im Verkehrsausschuss bestand aber Einigkeit darüber, dass es jetzt darum gehe kurzfristige Maßnahmen umzusetzen, die zur Einhaltung des Tempolimits in diesem Bereich geeignet sind. Die Verwaltung sagte zu, die vorgeschlagenen Maßnahmen zu prüfen und dem Ausschuss in einer der nächsten Sitzungen – voraussichtlich im Frühjahr – wieder vorzulegen.