Autobahnanschluss Königsdorf: Nur grünes Wahlkampfgetöse

Das der Ausstoß von Treibhausgasen in den nächsten Jahren drastisch reduziert werden muss und dass dazu auch im Verkehrssektor neue Weichenstellungen notwendig sind, darüber besteht im politischen Raum weitgehende Einigkeit. Gestritten wird allenfalls noch über den Weg, wie die notwendigen Klimaziele erreicht werden können.

Zukünftige Verkehrsprojekte auf ihre Klimatauglichkeit hin zu überprüfen und mit dem massiven Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs und des Fahrradverkehrs Anreize zu schaffen, um die Pendlerströme in die Metropolen auf emissionsarme Verkehrsmittel umzulenken, ist dabei ein wichtiges Ziel, das auch die Sozialdemokraten verfolgen.

Nun liegt Frechen aber in einer der am dichtesten besiedelten Metropolregionen der Welt, mit international bedeutsamen Verkehrswegen für den Güterverkehr. Aus Lärm- und Emissionsschutzgründen für die Königsdorfer Bevölkerung wird jetzt der Anschluss an eine bestehende Autobahn gebaut und befindet sich in einem bereits fortgeschrittenen Stadium. Es ist eine Maßnahme, die auch aus umweltpolitischen Gesichtspunkten sinnvoll und gerechtfertigt ist.

„Jetzt mit der Autobahnauffahrt Königsdorf ein bereits mitten im Bau befindliches Einzelprojekt heraus zu greifen und als unnötig anzuprangern, ist absolut unrealistisch und kann nur als plumpes Wahlkampfgetöse der Frechener Grünen bezeichnet werden. Vor allem auch deshalb, weil es in dieser Frage gar nichts mehr zu entscheiden gibt“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Günter Eilenberger.

Die Planung dieses Autobahnanschlusses reicht zurück bis in die die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. Damals stand die gesamte Region von Köln bis Bergheim inklusive der Frechener Grünen hinter dieser Maßnahme. Auch die politische Diskussion im Landtag hat unter Beteiligung der Grünen stattgefunden.

„Jetzt nach Baubeginn noch einmal die Sinnfrage zu stellen, ist nicht nur ein ausgesprochen schlechter politischer Stil, es zeigt auch deutlich die ablehnende fundamentalistische Haltung der Frechener Grünen gegenüber dem Kraftfahrzeug. Ebenso fragt man sich, wie die Grünen die Verkehrsströme in der Region denn zukünftig regeln wollen, wenn nichts mehr gebaut werden darf, was den bestehenden Verkehr reguliert. Es wird auch in Zukunft nicht möglich sein, den gesamten Verkehr insbesondere den Güterverkehr, der täglich durch Königsdorf und über die A4 rollt, mit Fahrrädern beziehungsweise Lastenfahrrädern zu bewältigen.“, sagt Eilenberger.